weg von hier
wär ich schon längst, wüsst ich nur
wohin
was ich weiß:
wär ich erst dort, wollt ich nur noch
weg von dort
weg von hier
wär ich schon längst, wüsst ich nur
wohin
was ich weiß:
wär ich erst dort, wollt ich nur noch
weg von dort
eisschleckschlendernd
an einem Sommersonnentag
durch die Innenstadt:
und für einen eisschleckschlendernden Sommersonnenaugenblick so tun, als
gäbe es keine
Pandemie
inspiriert durch einen Satz aus dem Film “Now or never”
der Tod ist das Ende
von allem, was war, was ist,
was noch nicht war, was nie mehr wird,
was hätte sein können,
was noch hätte sein sollen,
was man hätte wollen, dass es noch wird,
wäre der Tod nicht das Ende
gewesen
winzig klein
und bedeutungslos
mag euch umsirren
umschwirren
mein Wort
unscheinbar
dies scheinbar taumelnd Wort
in Facetten bricht vieltausend
eure Stubenwelt: es irritiert
desillusioniert
interveniert
stört
dies ganz Andere ist
nie ganz das Andere:
unverstanden dennoch
ungenießbar trotzdem
unliebsam
und doch: es kann
fliegen
inspiriert durch den Band “Fliegen” aus der wundervollen Reihe “Naturkunden” beim Verlag Matthes & Seitz
du aller Seen See! – da fällt so tief
ein Stern: der Weg so klar durch’s schattig’ Schilf
so heilig still ins rosarote Licht
Und hier noch einmal das ganze Gedicht zum Anschauen: Seestine
dein Kind bin ich, du aller Seen See,
von Kind an lieb’ ich dich, du See, ganz tief.
in deiner Seele Grund seh’ ich schwanklar.
find’ Frieden hier, dem Blässhuhn gleich im Schilf.
in seel’ger Weite wird mir alles still:
wie gern bad’ ich in deiner Wellen Licht.
Ein See-Projekt der ganz persönlichen Art: sechs Seen, sechs Strophen – eine SEEstine.
rhabarbern lacht er,
der Rhabarber,
rhabarbrig macht er
mich an Hand und Mund,
er labert und rhabarbert
zu aller Stund: akrharabarber!
schon wabert und rhabarbert
durch diese Zeit – Rhabarberzeit! –
seine rhabarberliche
Rhabarberkeit