wortverlassen

wortverlassen stehe ich nun da: Wörter, die passen (vielleicht auch: Wörter, die nicht passen, die stören) haben sich von mir zurückgezogen (ich hoffe: sie sind nicht für immer fortgezogen) sie halten sich verborgen vor mir (noch hoffe ich auf ein lustiges Versteckspiel, bei dem ich diejenige sein darf, die suchen muss) doch fehlen sie mir täglich mehr

wortverlassen warte ich auf ihre Rückkehr noch halten sie sich fern, bleiben auf Distanz (vielleicht sind sie mir aber auch zu nah, so dass sie mir von der Zunge, aus den Augen gefallen sind) oder aber sie warten nur dort um die Ecke (ich fürchte: doch eher ganz am anderen Ende) auf eine Zeit, auf einen Raum, in die sie passen (oder eben: in die sie passen, weil sie stören), auf ihre Zeit, auf ihren Raum

wortverlassen bleibt mir nichts als mit ihnen auf sie zu warten (und nicht wortverprassen, will ich nicht wortverpassen)

leichte Bewegung

leichtfüßig
probiere ich ein paar Schritte:
leichthin, leichther
leichtein, leichtaus
leichtvor, leichtzurück

und leichtgläubig
nehm ich alles ganz leicht:
leichthin, leichtherzig
leichtbeinig, leichtbauchig
leichtohrig, leichtrückig

ganz leichtsinnig
findet ihr das?
aber da ist der Wunsch
nach leichter Bewegung
und einem leichteren Leben –
leichtlebig eben