findige Selbstfindung

Heute bin ich bei Andreas Erzählschnipsel auf ein schönes Wortspiel gestoßen, das ich jetzt noch ein bisschen weiter treiben musste …

sollte ich mich mal nicht finden,
kann ich mich jederzeit erfinden

dazu muss ich hier nun doch befinden:
sollte ich dabei mich irgendwie verfinden,
kann ich mich gewiss schon bald entfinden
nur: zerfinden möchte ich mich nicht

anfangen

anfangen, wo es anfängt:
anfangen, anzufangen

wie damals bei der Geburt:
Luft holen, laut brüllen

wie morgens beim Aufwachen:
die Augen reiben und weit öffnen

wie immer beim Gehen:
den einen Fuß vor den anderen setzen
und den ersten Schritt machen

Ein Antwortversuch auf wo anfangen? – der erste Vers ist übrigens ein Zitat aus „Unter dem Milchwald“ von Dylan Thomas