an mich selbst auf dem Sprung in den Ruhestand (Tag eins nach dem letzten Arbeitstag)
es ist an der Zeit
für eine neue Zeit
und mit der Zeit
entsteht auch Raum
für neuen Raum
und im Raum
stehen endlich
unendlich
Zeit und Raum
für Neues
an mich selbst auf dem Sprung in den Ruhestand (Tag eins nach dem letzten Arbeitstag)
es ist an der Zeit
für eine neue Zeit
und mit der Zeit
entsteht auch Raum
für neuen Raum
und im Raum
stehen endlich
unendlich
Zeit und Raum
für Neues
gewiss: die Moral von heute
hat keine Eltern, hat keine Großeltern –
und bitte: hoffentlich auch keine Kinder!
wie weit ist es nur gekommen?
wir sollten weinen um die Menschen
und sorgen uns um Energiepreise
und wie weit wird es noch gehen?
es gebe „zu viele Bösewichte auf dieser Welt“
sagt einer von den einen zu einem von den einen
(und beide denken sie – na, klar! – an die anderen)
ein Bösewicht, wer Böses dabei denkt!
alles geht seinen (unaufrechten) Gang:
doch stets nur einen Gang und runter
(schon schon jetzt jenseits aller Gangbarkeit)
wann kommen wir endlich wieder
in die (aufrechten) Gänge?
wie viele Elefanten
müssen eigentlich noch
im Raum stehen, bis
wir sie endlich sehen?
und die Helfershelfer der einen
verurteilen nur die „Reaktion“
der (jetzt eben auch) anderen,
nicht aber die ‚Aktion’ der einen
was die einen bei den anderen
„völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“
nennen, heißt bei den einen selbst
„Präventivschlag“
in dieser Zeit
will ich nicht sein –
denn für das Sein
ist keine Zeit
schenken wir uns
reinen Wein ein:
wir schenken uns
nichts
Tja, was so ein dummer Spruch auf einer Tüte, den ich heute im Vorübergehen mit den Augen ‚aufgelesen‘ habe, so in Gang setzen kann … Was für ein Sinnbild für die aktuelle Weltlage!
ich finde keine Worte für
die Worte, die nach mir
suchen gewiss
ich suche im Wortlosen nach
Worten für Worte, die mich
finden vielleicht
Wort für Wort ein Wort
für ein Wort: ohne Worte
tief geschnitten habe ich mich
an meinen Gedankensplittern
schief gewickelt liege ich nun
mit jeder Faser im Denkgezettel
woher all diese Scherben auf dem Holzweg?
bin doch nur ein Mensch: splitterfasernakt