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Leben, Überleben

5. März 2026 von Lyrifant

im (gewohnten) Gang?

alles geht seinen (unaufrechten) Gang:
doch stets nur einen Gang und runter
(schon schon jetzt jenseits aller Gangbarkeit)

wann kommen wir endlich wieder
in die (aufrechten) Gänge?

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Tagged Gedicht, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage, Wortspiel | 2 Kommentare
3. März 2026 von Lyrifant

Frage an die Elefantenrunde

wie viele Elefanten
müssen eigentlich noch
im Raum stehen, bis
wir sie endlich sehen?

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Tagged Gedicht, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 3 Kommentare
28. Februar 2026 von Lyrifant

Sprache des Krieges (2)

und die Helfershelfer der einen
verurteilen nur die „Reaktion“
der (jetzt eben auch) anderen,
nicht aber die ‚Aktion’ der einen

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Tagged Antikrieg, Gedicht, Iran, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 2 Kommentare
28. Februar 2026 von Lyrifant

Sprache des Krieges (1)

was die einen bei den anderen
„völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“
nennen, heißt bei den einen selbst
„Präventivschlag“

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Tagged Antikrieg, Gedicht, Iran, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 4 Kommentare
23. Februar 2026 von Lyrifant

Sein und Zeit, neu gefasst

in dieser Zeit
will ich nicht sein –
denn für das Sein
ist keine Zeit

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Tagged Aphorismus, Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 10 Kommentare
15. Februar 2026 von Lyrifant

Versuch und Irrtum

tief geschnitten habe ich mich
an meinen Gedankensplittern

schief gewickelt liege ich nun
mit jeder Faser im Denkgezettel

woher all diese Scherben auf dem Holzweg?
bin doch nur ein Mensch: splitterfasernakt

Veröffentlicht in Am toten Punkt | Tagged Leben, Philosophie, Sinnkrise | 4 Kommentare
10. Februar 2026 von Lyrifant

Phänomenologie des Geistes, neu gefasst

es ist schon ein Phänomen, wie wenig
Geist es braucht, um logisch zu erscheinen:
vernunftfreies Selbstbewusstsein
ohne Sinn und Verstand
scheint ausreichend

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Tagged Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 2 Kommentare
8. Februar 2026 von Lyrifant

Zeitlyrik

wo Sicherheit
nicht einmal mehr Wörter geben können:
wo schlafen dann die Verse, wenn
selbst Reime zum Steilhang werden?
kein Satz taugt zum Geländer:
wir können nur noch
im freien Fall
dichten und
denken

Veröffentlicht in Am toten Punkt | Tagged Gedicht, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht, Zeitklage | 4 Kommentare
24. Januar 2026 von Lyrifant

Kritik der reinen Vernunft, neu gefasst

wo gar keine Vernunft mehr: dort ist
auch Kritik rein gar nicht erwünscht

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Tagged Aphorismus, Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 6 Kommentare
18. Januar 2026 von Lyrifant

Die Welt als Wille und Vorstellung, neu gefasst

die gegenwärtige Welt über-
steigt meine Vorstellung
bei weitem, und dabei unter-
läuft sie alles, was mensch
überhaupt so wollen kann

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Tagged Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 4 Kommentare
31. Dezember 2025 von Lyrifant

Kleines Schneegedicht

zum Jahreswechsel

über Nacht
hat es tatsächlich ein paar Wortflocken geschneit:
sie legen sich ganz still auf mein Winterherz
zu einem kleinen Schneegedicht –
auf dass ich nun bleib
über Tag (und Jahr)
ganz tief verschneit

Einen guten Jahreswechsel allerseits! 🥂

Veröffentlicht in Stille. Versuche | Tagged Gedicht, Lyrik, Schnee | 6 Kommentare
19. November 2025 von Lyrifant

Kurzglückfragmente (35)

heute am frühen Morgen (es war schon hell)
ein verschlafener Blick aus dem Fenster:

hui, es schneit!

(und das Herz ist sofort wach)

Veröffentlicht in Kurzglückfragmente | Tagged Gedicht, Glück, Lyrik, Schnee | 6 Kommentare

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