Plötzlich
sage ich unvermittelt:
Frühling –
obgleich es Sommer ist und ich
gar nicht über
Jahreszeiten sprechen will.
Ist das
– im Herbst meines Lebens –
der Anfang vom
Winter?
Plötzlich
sage ich unvermittelt:
Frühling –
obgleich es Sommer ist und ich
gar nicht über
Jahreszeiten sprechen will.
Ist das
– im Herbst meines Lebens –
der Anfang vom
Winter?
Stell dir vor,
du bist auf der Flucht
und kommst in ein
Land, wo man dir
dein provisorisches Heim
anzündet, noch bevor du
darin wohnst.
Zitiert von Norella auf “Omas Wörtersalat”: https://woertersalat.wordpress.com/2015/07/19/wenn-die-zuflucht-brennt/– das hat mich doch sehr gefreut!
Mein Herz
steht Kopf.
Meine Hand
fasst Fuß
auf Deiner Haut,
in Deinem Haar.
Mein Auge
ist ganz Ohr
für Deinen Mund.
früher
wusste sie nicht
wohin mit ihrer Energie
heute
weiß sie nicht
wohin ihre Energie verschwunden
So eine Hitze!
Wie ich schwitze!
Es ist so heiß!
Es rinnt der Schweiß!
Darüber bitte keine Witze,
ich weiß.
Dieses Foto ist schon älter.
Da bin ich noch jünger.
Dieses Foto ist jünger.
Da bin ich älter.
Seifenblasen im Kopf.
Zuckerwatte im Bauch.
Himbeerbrause auf der Zunge.
Ich knüpfe mir ein Kleid aus Gänseblümchen und
spiele mit den Murmeln vor dem Zelt aus Wolldecken.
Sehnsüchtig blicke ich den Pferdchen nach,
wie sie schweben auf dem alten Karussell,
das sich in meinem Herzen dreht.
Noch warte ich
auf die Zeit der Wunderkerzen.
Ich liebe Dich
mit Deinem Herzen,
denn mein Herz hab ich Dir geschenkt,
so wie
Du mir Dein Herz geschenkt hast und
mich nun liebst
mit meinem Herzen.
Heißt das:
Mein Herz
liebt nun mich,
und
Dein Herz
liebt nun Dich?
Nein, so einfach ist das nicht.
Mein Herz in Dir
liebt nun Dein Herz in mir
und
Dein Herz in mir
liebt nun mein Herz in Dir.
Schenkt nun
mein Herz in Dir
sein Herz
an Dein Herz in mir
und schenkt nun
Dein Herz in mir
sein Herz
an mein Herz in Dir, dann
liebe ich Dich
mit dem Herzen meines Herzens
in Deinem Herzen in mir
so wie
Du mich liebst
mit dem Herzen Deines Herzens
in meinem Herzen in Dir.
Nicht nahe genug
kann ich Dir sein.
Nicht nahe genug
kannst Du mir sein.
Nicht zu nahe
darf ich Dir kommen,
will ich Dir ganz nahe sein.
Nicht zu nahe
darfst Du mir kommen,
willst Du mir ganz nahe sein.
Zwischen Dir und mir
findet Platz allein
die lächelnde Nähe.
Aus allen Wolken gefallen
stehe ich im Regen
mit einem Hagel von Fragen.
Solange ich im Nebel tappe,
sehe ich keine Sonne.
Ich bin völlig durch den Wind
und suche den Schnee von gestern.
Du bist
durchs Feuer gegangen
und dennoch ist dein Leben
ins Wasser gefallen.
Jetzt hängst du
in der Luft
und bekommst keinen Fuß mehr
auf die Erde.
Abend
ist es geworden
über die Jahre im Exil.
Du aber wartest
noch immer auf den
Morgen.