Artikelsonate

Präludium Allegro ma non troppo

der da
die da
das da

der die
die das
das den

 

Menuetto o con scherzo

derer die da
dem da dessen
das denen da

der der die da
die die das da
das das den da

ein der die eine
eine die das eine
ein das der eine

 

Finale Allegro furioso

des einen der das die eine
dem denen eins da

ein der das eins dem da
eine die der da das eine des
ein das dem die da einen den

da einer der dem da
da eine die der da
da eins das dem da

da da

Der Denunziant

Der größte Lump im ganzen Land,
das ist und bleibt der Denunziant.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zugeschrieben

Nun ist er wieder anerkannt:
der größte Lump, der Denunziant.
Hat er doch wieder Macht im Land
– wer hätt’s geahnt? – und so rasant.
Ein ausgedehnter Flächenbrand
erfasst die Welt vom rechten Rand
und schändet Glückes Unterpfand.
Empört euch, Menschen, Hand in Hand,
und leistet machtvoll Widerstand,
bevor Verstand- und Herzstillstand
gewinnen wieder Oberhand.
Lasst uns vertreiben diese Schand:
kein Platz hat hier der Denunziant!

“Why are we creative?”

Heute hab ich es doch noch geschafft, in den Film “Why are we creative?” von Hermann Vaske zu gehen. Sehr sehenswert! Eine gute Frage, viele spannende Antworten, viele Perspektiven. Und ich gebe die Frage hier gerne mal in die Runde: Warum seid ihr kreativ? – und der Lyrifant versucht sich an einer ersten Antwort (welche die Fülle der Antworten reflektiert).

Warum bin ich kreativ?

Weil ich muss?
Weil ich will?
Weil ich kann?

Weil ich lebe?
Weil ich sterbe?
Weil ich bin?

Weil es hilft?
Weil es fordert?
Weil es hält?
Weil es bewegt?
Weil es erfüllt?
Weil es füllt?
Weil es da ist?

Für mich selbst?
Oder für Dich?
Für die anderen?
Oder gegen?

Weil – oder wegen?
Weil – oder um zu?
Weil – oder trotzdem?

Ich weiß es nicht.

Adieu, gnas barov!*

Nachruf auf Charles Aznavourian

Je vous parle d’un temps,
von einer Zeit, die nun für immer ist
Vergangenheit, von Künstlerglück, das
nie mehr kommt zurück:
La bohème, la bohème
Ça voulait dire on est heureux.

Je vous parle d’un homme,
von einem Menschen, der klein war, arm und
fremd, einem Menschen, der wurde groß und reich
zwar, doch heimisch nie:
La bohème, la bohème
Ça ne veut plus rien dire du tout.

Je vous parle d’une voix,
von einer Stimme, die nun für immer ist
verklungen, die war von dieser tiefen Traurigkeit, die
glücklich machen kann. Verstummt sie ist für immer,
wie ungern lass ich sie doch gehn.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=A314PVRSQIM&w=560&h=315]

*armenisch: ‘mach’s gut’ (ich hoffe, dass es richtig ist, denn ich kann leider kein Wort Armenisch).