lieber einen Floh im Ohr
als eine Laus im Pelz
(oder eine Wanze im Büro)
Sinn und Unsinn
ent-zück-end
Denkt nicht darüber nach, es ist völlig sinnfrei!
wenn zicken
beim zocken
sich zecken,
zücken sie
die zacken
und zucken
zum Tag der Deutschen Einheit
lieber
ein Freitagsgebet
zum (blauen) Mittwoch
und Samstagsarbeit
am langen Donnerstag
als diese Sonntagsreden
an einem Dienstag
aus Montagsproduktion
Dichters Crux
manche Wörter schauen
mich nur an und sagen
keinen Mucks
nach diesen Wörtern schau
ich aus und jage sie
aus Jux
doch scharfsichtig und schlau
sind sie und entschlüpfen
immer mir wie Fuchs
und Luchs
auf Molke 7
Danke, mein Liebster, für Dein köstliches Butter-Wortspiel, das mich zu diesem Unsinnsgedicht inspiriert hat
alles ist in Butter,
nichts, aber auch gar nichts ist Käse.
kein Quark!
alles stets nur allererste Sahne!
jede Kuh gibt gute Milch,
der Rahm ist noch nicht abgeschöpft –
ach, auf Molke 7 ist die böse Welt
mir Kefir wie Joghurt.
unverbesserlich
mich verbessern?
nein, da ist definitiv nicht mehr drin:
ich bin halt einfach
unverbesserlich!
etüde in -eile
für Ernst Jandl
feile mit weile
an jeder zeile
peile die meile
ganz ohne eile
teile die seile
mit dem beile
oder steile die pfeile
zu deinem heile
ist das nicht geile?
so viele Reime auf -eile!
Vorsicht! Putschgefahr!

da flutscht
mir doch der Sterz
in die (rote) Rose
in einem Zug
ich schreib
ein Gedicht
in einem Zug:
fein, abgefahren
und hoffentlich nicht
in einem falschen
gans einfach
„guck mal, die Ente schläft.“ – so hört’
am Ufer ich ein Kind zu seiner Mutter sagen.
ich gucke unwillkürlich hin und sehe
eine Kanadagans (den Kopf unter’m Flügel)
still, doch vernehmlich bei sich denken:
„Menschenskind, du Menschenkind!
weder bin ich Ente, noch schlafe ich.“
im Sommerloch
ach, macht uns doch
kein Wildschwein
für eine Löwin vor!
so heiß
war es jetzt doch gar nicht!
Kaleidoskop
Ein etwas verspätetes Dankeschön an Jessie & Jochen für ein wunderschönes Geschenk!
bricht
die Welt
in tausend
schöne Formen
zu einem
Bild-All
gefügt
schau!