“Komm! Ins Offene, Freund!”
Friedrich Hölderlin, Der Gang aufs Land. An Landauer (1801)
Wem’s zu eng wird,
der suche das Weite.
“Komm! Ins Offene, Freund!”
Friedrich Hölderlin, Der Gang aufs Land. An Landauer (1801)
Wem’s zu eng wird,
der suche das Weite.
Könnte ich nur
Daran glauben,
Müsste ich nicht
Daran glauben.
Schreiben heißt
Schreien und Schweigen in einem.
Lesen ist
Leben: Lesen ist
Leben in vielerlei Welten.
Lesen ist
Leben in Potenz.
Schneeflockenblüten
ganz im Liebestanzglück mit
Blütenschneeflocken
Ich möchte aus alten Gewohnheiten
ausbrechen, vielleicht doch noch
auswandern, mir nicht nur Schönes
ausmalen, sondern überallhin
ausfliegen, nach allen Seiten
ausschwärmen, jeden Abend
ausgehen, jeden Morgen richtig
ausschlafen, nichts mehr
aussitzen, vor allem aber nie mehr
aussetzen, keine Torheit
auslassen, jede Menge Unsinn
aushecken, mir immer wieder Neues
ausdenken, viel Freude und Glück
aussäen, einfach alles
ausreizen, mich gänzlich
austoben, das Leben voll
auskosten, mich ganz und gar
ausleben und
aus.
*Für alle, die diesen wunderbaren Film “The Bucket List” (deutscher Titel: “Das Beste kommt zum Schluss”) und von daher diesen Ausdruck nicht kennen: Die ‘Löffel-Liste’ ist die Liste der Dinge, die man unbedingt noch machen will, bevor man ‘den Löffel abgibt’.
Alltag heißt
die Chance, jeden Tag ein All
zu entdecken.
Es war immer mein Traum:
Ein schöner Magnolienbaum
in meinem Garten
vor meinem Haus.
Nun hab ich kein Haus
und hab keinen Garten.
Bleibt nur der Traum
vom Magnolienbaum.
Aus Magnolien
ein duftiger Pavillon:
morgen nur ein Baum.
Sieh dir an, wie die kleine dicke Hummel fliegt!
Warum solltest du nicht auch endlich deinen Traum leben können?
Wann
gebe ich es auf,
das Päckchen, das ich mit mir
herumtrage, und schicke
mich in das
Leben?
In der Stille
Gibt dein Ich
Leise Laut.