Sommer
streift ziellos
durch die Straßen
unserer hitzeträgen Stadt.
Unter den Staubwolken
hinterlässt er uns
eine heiße Spur:
hin zur
Sonne
Sommer
streift ziellos
durch die Straßen
unserer hitzeträgen Stadt.
Unter den Staubwolken
hinterlässt er uns
eine heiße Spur:
hin zur
Sonne
Wer denkt sich nur sowas aus:
einen Baum der Erkenntnis, von dem
der Mensch nicht essen darf?
Das muss doch der Teufel gewesen sein.
Ich verstehe die Welt
nicht mehr, doch auch
die Welt hat mich
noch nie verstanden.
Recht ist gesprochen,
Gerechtigkeit gebrochen.
Aufklärung war versprochen,
doch wurde Unrecht nicht gerochen.
Rechts applaudiert, das Recht bleibt still.
Das ist nicht das Land, in dem ich leben will.
so
manches
geht
e
r
a
d
e
w
e
g
schief
schief
schief
schief
schief
schief
Es spricht mein Geist:
Ich denke, also
bin ich.
Es spricht mein Leib:
Ich leide, also
bin ich.
Es spricht mein Herz:
Ich liebe, also
bin ich.
Ich aber sage:
Ich bin.
bald werden die Tage wieder kürzer beginnt der Sommer
wird es Herbst bald werden die Nächte wieder länger bald
beginnt der Winter wird es Frühling
zum Gedenken an den toten Bären
Menschen
sind eben doch
die schlechteren Tiere:
kein Tier tötete ohne Not
wo es betäuben könnte –
was für ein Glück für uns Menschen!
was für ein Unglück für die Tiere!
Doch noch ein kleines Liedchen zum 1. Mai!
auf die Arbeit
bei der Arbeit
von der Arbeit
ab zur Arbeit
Arbeit Arbeit
immer Arbeit
auf die Arbeit!
war da ein
Feiertag?
gestern das Pferd hinter den Wagen
heute die Kuh vom Eis
morgen eine neue Sau durchs Dorf
wir tragen Kippa
und fühlen uns bessa
wir glauben uns gut
nie trugen wir Stern
nie trügen wir Kopftuch
schon tragen wir wieder Kreuze
in öffentliche Gebäude
wir halten gut haus
mit unserer Solidarität:
Toleranz auf der
Kippe
für D. zum Abschied
fällt dir der Tod
ins Leben, bleibt da
ein großes Loch
fällt dich der Tod
aus dem Leben, bleibt da
nicht mehr als nur
ein großes Loch
fällst du dem Tod
ins Leben, bleibt
Hoffnung doch
noch