kein Wort
möchte ich verlieren
dort, wo ich keine Worte finde
kein Wort
möchte ich verlieren
dort, wo ich keine Worte finde
Wörter
atme ich
ein
Worte
atme ich
aus
vordergründig
ist hintergründig
vordergründig
hintergründig
ist vordergründig
hintergründig
mit einem Satz
bin ich ganz
bei meinem Wort
gibt auch der Text
von sich
keinen Laut
für J. H.
geradewegs auf der Strecke
geblieben oder vielmehr
krummenwegs aus der Kurve
gekommen und die Biege
gemacht
was ich mir in den Kopf gesetzt:
dafür stelle ich mich schon mal auf den Kopf
auch wenn es mich den Kopf kostet
was mir
über den Kopf
wächst, kann mir
schon nicht mehr
auf den Kopf fallen
nur weiß ich
nicht mehr, wo mir
der Kopf steht
was mir durch den Kopf geht
will mir nicht in den Kopf
will mir nicht aus dem Kopf
doch weder für das eine
noch für das andere
habe ich den Kopf
turmhoch
stürme ich
türmen sich türme
stürmen mich stürme
türme ich
sturmtief
so lang und breit
erzählt sich der Fluss
durch die nächtliche Landschaft
so voll und ganz
schreibt sich der Mond
ins schwarze Wasser der Nacht
ganz kurz und klein
schlage ich mich durch die Büsche
ans Ufer, stehe, schaue und staune:
ach, schön und gut
ist die Welt, ist mein Leben
in genau diesem einen Augenblick
gern denk ich um
die Ecke und gern auch eine Ecke weiter
um ein paar Ecken weit und weiter
denk ich mich aus
meiner Ecke mit meinen Ecken und Kanten
in alle Ecken und Enden
lass mich nicht in jede Ecke stellen, ecke
an und schreib in jede Ecke
ein Gedicht
Im Oktober 2019 habe ich aus diesem Gedicht ein kleines Buchobjekt gemacht. Schau mal hier vorbei.
werf ich mich weg
bin ich hin
schmeiß ich mich hin
bin ich weg