zum Gedenken an den toten Bären
Menschen
sind eben doch
die schlechteren Tiere:
kein Tier tötete ohne Not
wo es betäuben könnte –
was für ein Glück für uns Menschen!
was für ein Unglück für die Tiere!
zum Gedenken an den toten Bären
Menschen
sind eben doch
die schlechteren Tiere:
kein Tier tötete ohne Not
wo es betäuben könnte –
was für ein Glück für uns Menschen!
was für ein Unglück für die Tiere!
zuerst
ein Mai wie
April
dann
ein Mai wie
Mai
zuletzt
ein Mai wie
Juni, Juli und August
was für ein Mai!
ein Vers in Rot
ein Vers in Grün
ein Vers in Gelb
ein Vers in Blau
ein Vers in Schwarz
ein Vers in Weiß
ein Vers in Braun
ein Vers in Grau
ein Vers in Rosa
ein Vers in Lila
und noch ein Vers in Violett
ein Vers in Silber
ein Vers in Gold
das gibt ein farbiges Sonett
Kleine Blödelei am Abend…
in Schnee und Eis
hab ich gesessen einst
bei Nacht und Nebel
hast Du mich gefunden
mit Blitz und Donner
hast Du mein Herz gerührt
Sturm und Hagel
können mir nichts mehr anhaben
Wind und Wetter
trotzen wir
in Licht und Sonne
bin ich bei Dir
ein Nachklang auf Sophie Paulchens “wind und wetter”-frapalywo, die ich leider mal wieder komplett verschwitzt habe, und ein Vorklang auf den Tag morgen (für Dich, mein Liebster)
Da
steckt der Wurm
nun mittendrin.
Steckt fest,
der arme Wurm!
Kann nicht vor,
kann nicht zurück:
Oh, wie ihn das
wurmt!
ein Wort gibt das andere –
und das andere Wort
ist der Stoff, aus dem
Gedichte steigen
der Liebenden Nase
riecht Wasser schon dort,
wo noch Wüste ist
der Liebenden Zunge
schmeckt Honig noch dort,
wo schon Galle fließt
der Liebenden Ohr
hört Hymnen auch dort,
wo Stille herrscht
der Liebenden Auge
sieht den Morgen schon dort,
wo noch Nacht ist
der Liebenden Haut
spürt die Sonne noch dort,
wo schon Schnee fällt
der Liebenden Sinne
nehmen, immer und überall,
nichts als die Liebe wahr
auf einmal
kommt alles
auf einmal
auf einmal
mehr oder weniger
kommt es dann
nicht mehr an
auf einmal
kommt alles
einmal auf
Wörter
atme ich
ein
Worte
atme ich
aus
ins Grüne hüpfen
ins Grüne schlüpfen
meine Augen schlürfen
tausend und ein Grün
ergrünt zu einem Grün
dem ein und allem Grün
dem Maienauenwaldgrün
nur Grün und Grün und Grün
so weit mir das Auge grünt
ins Grüne so weit
Kleiner Nachtrag:
Foto-Impressionen von meinem Ausflug ins Grüne
(Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue)
schau mir in die Augen, Liebster
und lass dich fallen
mein Zwerchfell fängt dich auf
solltest du mein Herz verfehlen
ach, nun schütteln wir uns vor Lachen
und du rutschst mir bis in die Zehenspitzen
doch sorg Dich nicht, denn meine Venen
werden dich wieder nach oben pumpen
aber vergiss nicht, im Herzen auszusteigen
sonst steigst du mir noch in den Kopf
dort gibt es keinen Ausweg mehr, denn
zu den Ohren kommst du mir nicht heraus
musst nun für immer in mir bleiben
es sei denn, ich spreche Dich
aus
Doch noch ein kleines Liedchen zum 1. Mai!
auf die Arbeit
bei der Arbeit
von der Arbeit
ab zur Arbeit
Arbeit Arbeit
immer Arbeit
auf die Arbeit!
war da ein
Feiertag?