über Nacht
lebe ich wie
unter Tage
tagsüber
bleibe ich dafür
nachtunter
bei Tag und bei Nacht
lege ich so
stets ein Stück Nacht
an den Tag
über Nacht
lebe ich wie
unter Tage
tagsüber
bleibe ich dafür
nachtunter
bei Tag und bei Nacht
lege ich so
stets ein Stück Nacht
an den Tag
Seh die Sterne am Himmel stehen.
Man sagt mir, es seien darunter Planeten.
Seh die Planeten kommen und gehen.
Denke, sind so schöne Sterne.
Die Sterne, ach Sterne? – pardon! – die Planeten
seh ich doch immer so gerne.
unter uns:
das alles ist
mir über
morgens auf der Schwelle
mittags zwischen Tür und Angel
abends dann weg vom Fenster
Manchmal fürchte ich,
ich muss von Euch gehen,
um zu mir zu kommen.
an der Autobahnraststätte unverhoffte Begegnung mit einer Schafherde:
aus dem gleichmäßigen Blök-Sound erhebt sich gelegentlich ein sonores Schafsbass-Solo
nach einem erfrischenden Bad im See durch die Sommerhitze wandeln, eingehüllt
in sanft kühlende Seewasserhaut
der Wind spielt mit den zahllosen Lichtbällen auf der Wasseroberfläche, bis sie
zu seiner Musik über den See tanzen
im Angesicht der Sonne recken sich die Sonnenblumen
gesenkten Hauptes ins Sonnengelbe empor
in die frühmorgendliche Pause im Liebesgezirp der Zikaden zwitschern
die Singvögel ihr tägliches Loblied auf den Anbruch eines neuen Sommertages
Dichten ist
Denken in Bildern und Klängen,
dicht, ganz dicht
das helle Auge des Mondes
lugt sanft herein durchs offene Fenster zur Nacht
und macht
meine dunkelblauschweren Gedanken licht
und leicht