Hinter dem Mond
ist noch ein
Platz an der Sonne
frei.
geschrieben am 3. April 2016 (im Saarland), an ein früheres Gedicht anknüpfend: Sonnenlos
Hinter dem Mond
ist noch ein
Platz an der Sonne
frei.
geschrieben am 3. April 2016 (im Saarland), an ein früheres Gedicht anknüpfend: Sonnenlos
“Herzlich willkommen!”
rufen wir euch zu
und organisieren eure Massenabschiebung,
ohne uns die Hände schmutzig zu machen.
geschrieben gestern, am 4. April 2016 (unterwegs)
Anfangs ist’s doch nur ein Kinderspiel
Bald schon wird’s ein Lernspiel
Später heißt’s dann ein Gesellschaftsspiel
mit viel Kampf- und Rollenspiel.
Für manche bleibt’s ein Computerspiel – ein Leben lang.
Oft ist’s ein reines Glücksspiel
und alles andere als ein Strategiespiel.
Das Leben ist kein Planspiel,
dafür immer wieder ein Gedulds- und Geschicklichkeitsspiel.
In vielen Phasen ist’s ein Frage-Antwort-Spiel,
ein Quiz,
ein Puzzle,
ein Rätsel.
Am Ende ist’s ein Versteckspiel
oder eher noch ein Katz- und Maus-Spiel,
doch du kannst laufen, hüpfen, wie du willst,
der Tod, er wird dich finden,
der Tod, er wird dich fangen.
Seine Karten sind gezinkt,
sein Würfel präpariert,
er spielt den letzten Ball ins Tor.
Das Spiel ist aus: Er macht das Spiel,
am Ende sind sie alle sein, die Figuren auf dem Brett.
Leider kann ich es in WordPress nicht so formatieren, wie ich es mir eigentlich vorstelle: Des Lebens Spielarten (hier als pdf-Datei).
wir weinten mit
Paris
wir weinen nun mit
Brüssel
wir weinten auch mit
New York
Madrid
London
und Moskau
und wir weinen nun auch mit
Ankara
und Istanbul
lasst uns auch weinen mit
Aleppo
Asadabad
Bagdad
Basra
Beirut
Damaskus
Erbil
Falludscha
Haditha
Homs
Iskandarija
Kabul
Kandahar
Kano
Kerbela
Kobane
Madagali
Maiduguri
Mogadishu
Mossul
Potiskum
Suruç
Takrit
Tel Tamer
Zabarmari
und all den anderen
allzu rasch wieder vergessenen
Opfern von Terror und Krieg
Die Angst brütet blutend
ihre kotigen Kinder aus.
Die Verzweiflung nimmt
sie in ihre nasse Obhut.
Der Mut blieb zurück
in den bitter tränenden
Maschen des Grenzzauns.
Im dreckigen Schlamm
versinkt die dünne Spur
der Hoffnung.
Die Welt
feiert den Tag
der Poesie.
Der Tag
feiert die Poesie
der Welt.
Die Poesie
feiert die Welt,
feiert den Tag.
Die Welt
ist Poesie,
ist Tag.
Der Tag
ist Welt,
ist Poesie.
Die Poesie
ist Tag,
ist Welt.
Du gibst meinem Ach
ein festes Dach
und findest für mein Och
ein passendes Loch.
Du nähst für mein altes Leid
ein schönes buntes neues Kleid
und zauberst noch aus jeder Lück’
rasch ein kleines Stückchen Glück.
Du machst aus einem Auf-dem-Boden-Liegen
ein flottes In-den-Himmel-Fliegen
und holst aus einem dummen Blablabla
heraus ein fröhlich’ Lalala.
Du führst ein laues Lau
mir ganz ins lichtblaue Blau
und formst für mich aus Prosa
ein rosarotes Rosa.
Du windest aus der Pflicht
sogar noch etwas Licht
und verwandelst meinen tiefen dunklen Schmerz
in einen leichten hellen Scherz.
Du rundest ab mein Ich
mit Deinem von mir geliebten Dich.
Ich suche nach
Licht dort, wo Schatten.
Ich suche nach
Schatten dort, wo Licht.
Ich suche
Schatten im Licht.
Ich suche
Licht im Schatten.
Dabei ist es doch so einfach:
Wo Licht ist,
ist kein Schatten.
Und wo Schatten ist,
ist kein Licht.
Wo Licht ist,
ist auch Schatten.
Das heißt doch auch:
Wo Schatten ist,
ist auch Licht.
“Herzlich Willkommen!”
rufen wir euch zu
und machen euch zur neuen Währung in der EU.
Ein Singsang für mehr Lebensfreude
Die unumgängliche Lebensfrist
schafft Lebensfrust
und Lebensfrost.
Denn an deiner Lebensmatte
nagt schon ab der Lebensmitte
die unerbittliche Lebensmotte.
Drum verwandle deine Lebenslast
mit Lebenslist
in Lebenslust.
Und fahre mit dem Lebenslift
ganz hinauf ins Lebensloft
und atme frische Lebensluft.
Dort oben auf dem Lebensmast
brau dir aus all dem Lebensmist
den allerbesten Lebensmost.
Denn mit jeder Lebenswoge
liegen viele Lebenswege
frei auf deiner Lebenswaage.
Und auf jeder Lebenswelle
findet noch dein Lebenswille
ein Fädchen von der Lebenswolle.
Verwandle deinen Lebensraum
in einen schönen Lebensreim:
Und schreib aus deinem Lebensleid
ein wunderschönes Lebenslied.
Gewappnet für die Lebensfalle
und überhaupt für alle Lebensfälle
glaubst du zu sein mit deinem dicken Lebensfell.
Bau dir lieber eine Lebensvilla
in lebensvoller Lebensfülle
und hab keine Angst vor
Lebensvöllerei.