Stockente
am Stockentenpaar
seh ich ein treues Wort: fort
ziehen Angst und Pein
am Stockentenpaar
seh ich ein treues Wort: fort
ziehen Angst und Pein
Anmut und Würde:
aus dem See erhebt sich stolz
weißes Schwanenwort
an den Winter fern
mahnt der Nebelkrähe Wort:
cras, cras stets ihr Ton
nur ein Hauch von Wort:
Libellenflügel schreiben‘s
in den Himmel zart
noch nie vernommen
hab ich Karpfens Wort: lesbar
nur für Fischaugen
kopfüber ins Nass:
so fischt der Haubentaucher
unter Wasser Wort
ein Wort wie ein Flug:
wo der Graureiher schwebt hoch
über stillem See
rar macht sich das Wort
des Fuchses: zur Dämmerung
auf leisen Pfoten
vertraut dagegen
des Blässhuhns Wort: kläglich nur
für Menschenohren
der Ameisen Wort
wird immer fremd mir bleiben:
emsig zwar, doch stumm
Frieden am See
Die Sonne hat die dunklen Wolken
mit ihrem lichten Gruß verabschiedet.
Am Kiesteich ist es ungewöhnlich ruhig:
Die Zahl der Badegäste ist überschaubar.
Das Wasser wellt gelassen sich ans Ufer
und trägt mich sanft hinaus.
Familie Schwan hält sich vornehm auf Distanz
und Familie Wildschwein schmaust
beglückt – und mich beglückend –
an des Ufers Wegesrand.
meine Worte haben sich verkrochen.
was nur hat sie gestochen? sie fürchten:
ihnen würden die Knochen gebrochen,
man wolle sie lochen oder gar kochen.
ungern lassen sie sich unterjochen.
schon gar in Epochen, wo unsere Herzen
so bang, ach bang nur pochen.
es sind nun schon Wochen, wo
ich nicht gesprochen.
meine Worte und ich:
wir haben uns verkrochen.