Meine Sprache
hat mich
an einen Ort
verschlagen,
wo sie mir
die Sprache
verschlägt.
Sie lächelt
verschlagen
und hält mich
gefangen in ihrem
Verschlag.
Meine Sprache
hat mich
an einen Ort
verschlagen,
wo sie mir
die Sprache
verschlägt.
Sie lächelt
verschlagen
und hält mich
gefangen in ihrem
Verschlag.
Fällt mir ein
schönes Wort
ein, lasse ich es
fallen, und
bevor es mir
wieder ganz
entfällt,
falle ich
mir ins
Wort.
(überarbeitete Version)
Mir fehlen die Worte,
die ich verloren habe.
Ich suche nach Worten,
die mir entfallen sind.
Mir fallen Worte ein,
für die ich keine Worte finde.
Ohne Worte aber
bin ich
wortlos unglücklich.
Doch kaum ergreife ich
das erste Wort,
das fällt,
gibt ein Wort das andere.
Ich aber will das
letzte Wort haben.
(ursprüngliche Version)
Mir fehlen die Worte,
die ich verloren habe.
Ich suche nach Worten,
die mir entfallen sind.
Mir fallen Worte ein,
für die ich keine Worte finde.
Doch kaum ergreife ich
das erste Wort,
das fällt,
gibt ein Wort das andere.
Ich aber will das
letzte Wort haben.
So bleibe ich
ohne Worte,
wortlos
unglücklich.
Leicht ist es,
Leichtes schwer zu nehmen.
Schwer ist es,
Schweres leicht zu nehmen.
Du meine Muse –
Du bist die Melodie,
die mir so leis’ ins Ohr klingt,
so dass ich
überall, doch kaum vernehmlich
vor mich hin summe.
Du meine Muse –
Du bist das Bild,
das mir so hell ins Aug’ blitzt,
so dass ich
immer und doch unversehens
kleine Skizzen aufs Papier kritzle.
Du meine Muse –
Du bist das Wort,
das mir so zart das Herz berührt,
so dass ich
unwillkürlich
Gedicht um Gedicht um Gedicht schreibe.
Wenn ich ein Vöglein wär’
Und auch zwei Flügel hätt’,
Flög’ ich zu Dir.
Wenn ich ein Fischlein wär’
Und auch zwei Flossen hätt’,
Schwömm’ ich zu Dir.
Wenn ich ein Rehlein wär’
Und auch vier Beinchen hätt’,
Spräng’ ich zu Dir.
Da ich ein Menschlein bin
Und nur zwei Beine hab’,
Geh’ ich zu Dir.
Das kann nun langsam sein,
Das kann nun mühsam sein,
Doch komm’ ich zu Dir.
Selbst wenn ich ein Schnecklein wär’
Und keine Beine hätt’,
Blieb’ ich nicht hier
Und kröch’ zu Dir.
Liebe
ist Natur.
Ehe
ist Kunst.
Ich habe mir
einen Namen gegeben,
damit ich mich
an mich erinnere.
Nun habe ich
meinen Namen
vergessen.
Ein Denkzettel
ist ein Denkfehler,
der sich in eine Gedankenwelt
aus Denkfallen verzettelt,
ist ein Denkschritt
in ein gedankenloses Denksystem,
das zu Denkfaulheit anzettelt,
statt einen Denkanstoß zu geben.
Der Vollmond nimmt
ein Sonnenbad
im Sternenmeer.
In dieser Nacht
kannst du,
was in den Sternen
geschrieben steht,
in den Mond schreiben –
in Sonnenschrift.
Die Sonnenuhr
in deinem Herzen
zeigt Mitternacht.
Es ist Mondzeit:
Deine Sternstunde
hat geschlagen.
Freundlicherweise zitiert von Chris – bei Vollmond! – auf seinem Blog “Wort und Stern”.
Wer unter
einem guten Stern
geboren ist,
lebt
auf der Sonnenseite
des Lebens.
ebenfalls ein Einfall vom 3. April 2016, an das Gedicht Sternenlos direkt anknüpfend und einen neuen Gedichtzyklus begründend… 🙂
Hinter dem Mond
ist noch ein
Platz an der Sonne
frei.
geschrieben am 3. April 2016 (im Saarland), an ein früheres Gedicht anknüpfend: Sonnenlos