der Ameisen Wort wird immer fremd mir bleiben: emsig zwar, doch stumm
Inzwischen – lang, lang hat’s gedauert – habe ich aus dem Bestiarium auch ein Büchlein gemacht, das man sich auf meiner “Editionen”-Seite anschauen kann.
Danke, liebe Gerda, Deine Erinnerung an Morgensterns Schneckengedicht hat mich wieder ins Dichten gebracht …
lang hat die Schnecke nachgedacht – und schließlich hat sie es gemacht: verlassen hat sie nun ihr schützend‘ Haus und kriecht und kriecht ganz weit hinaus.
leicht fühlt es sich auf ihrem Rücken an; sie denkt: fängt jetzt das Leben an? doch andererseits (ich muss es sagen) beginnt sie bald doch laut zu klagen.
nackt ist sie jetzt – und heimatlos – und denkt: was hab ich mir gedacht da bloß?
es war mein erstes Bad in diesem Jahr: der See war blau; und alle Wassertiere waren da (ihr Dasein war ein stummer Gruß an mich, gewiss): Herr und Frau Haubentaucher badeten mit mir; ein Stockentenpaar schwamm etwas abseits; der Graureiher segelte über mich hinweg; und das Wasserschlänglein kreuzte meine Bahn – nur die alte Schildkröte hielt sich im Schilf versteckt; und auch die Blässhühner waren ungewöhnlich still.
vor allem aber fehltest Du, mein Liebster, mir zum vollen Glück! denn ohne Dich ist all das doch nur halb so schön!
ein Kleiner unter Großen zwar und doch nicht klein, nein – vielmehr groß: und kein kleiner Tag ist groß genug zu ehren dies große kleine, kleine große Tier
zum Tag des Zwergflusspferds (an das mich mein PC heute mit diesem Bildchen erinnert hat)