vordergründig
ist hintergründig
vordergründig
hintergründig
ist vordergründig
hintergründig
vordergründig
ist hintergründig
vordergründig
hintergründig
ist vordergründig
hintergründig
in Deinen Augen kann ich
mich sehen
in Deinen Händen kann ich
mich spüren
in Deinen Worten kann ich
zu mir finden
wo aber ist der Ort
an dem ich
Dich sehen
Dich spüren
Dich finden
kann?
auf stillen Pfaden
fort schleichen meine Wörter:
Raum für Besinnung
unter Schneedecken
bette ich meine Wörter:
Zeit für Winterschlaf
hinter mir hör ich
sich eine Bierflasche öffnen
ein Stier steigt ein und lässt sich
auf den Sitz vor mir fallen, wo
zuvor noch die bunte Hexe saß
ich blicke aus dem Fenster und
sehe ein Krokodil telefonieren,
drei Kühe schwanken über den Gehweg,
Matrosenmützen stehen hoch im Kurs
vom hinteren Teil des Wagens hört man
Lachen, Singen, Johlen, Grölen – und
eine graue Maus tanzt mit einer rosa Katze
kein Pirat weit und breit,
auch Cowboys sieht man heute selten,
schwarzer Engel, steh mir bei
beim Aussteigen fällt mein Blick
auf eine traurige Giraffe – nicht einmal
die Tigerin vermag sie aufzuheitern,
ich fange ein fernes Lächeln auf
und steige aus
ein kleines Einhorn kreuzt meinen Weg
Schneeflocken fallen
auf den See in das Wasser:
Winters Kristallbad
ein erstes Blatt fällt
bald ein zweites und noch eins
schon fällt Blatt um Blatt
fällt ein Tautropfen
auf den Reim von Schrift auf Stift
erwacht ein Poem
oben auf dem Berg
kein Wald kein Gras nur Stein Fels
splitternacktes Wort
steinige Wege
von Wort zu Wort tiefer Wald
doch die Lichtung lockt
zwischen den Zeilen
jäh reißt auf der Himmel hell
strahlt ein jedes Wort
Wer etwas entdeckt,
hat große Freude –
bis er entdeckt,
dass, was er entdeckt,
schon viele entdeckt
schon lange zuvor.
Und nicht einmal
diese Entdeckung
ist seine allein.