im Ja
am Anfang
ein Nein
im Nein
am Ende
ein Ja
im Ja
am Anfang
ein Nein
im Nein
am Ende
ein Ja
ein unbeschriebenes Blatt
ist die erste Seite
meines ungeschriebenen Buches
die übrigen Seiten bleiben leer
das Buch bleibt ungebunden
ohne Titel
in diesem Buch steht alles
was es zu sagen gibt
und kein Wort darüber
hinaus
Zu diesem Text habe ich inzwischen ein kleines Buchobjekt gemacht, schaut es Euch hier mal an.
im prallen Leben bin ich versauert;
und was die Sache noch verschärft:
hab’s mir mit allerlei Ängsten noch versüßt –
wen wundert’s, dass ich so verbittert?
wenn du ein Gedicht schreibst, dann
vergiss nicht: nach jedem Wort
ein Lächeln
manchmal wird sie müde,
meine Sprache. dann schlüpft
sie rasch in ein Gedicht, schüttelt
die Sätze auf, bettet ihr Haupt
auf ein paar stille Wörter,
schläft bald selig ein
und beginnt zu
träumen
Licht fällt ein
ins Wort: ich aber bleib
im Wortschatten
und warte auf ein
lichtes Gedicht
bevor ein Wort
stimmt,
musst du es
stimmen
außer mir
bin ich noch immer
in der Welt
aus der Welt
will ich sein ganz
in mir
außen
so voll
so leer
innen
so leer
außen
innen
so voll
diesseits des Wortes
schweigen die Dinge
jenseits des Wortes
singt die Stille
wie
heiß ich,
heiß ich
wer weiß wie?
wer
bin ich,
bin ich
wer oder was?
was
bin ich,
bin ich
wer weiß was in aller Welt?
schau
auf das Wort.
blick hinab auf
seine Schönheit.
schau
in das Wort.
sieh hinaus in
seine Weisheit.
schau
durch das Wort.
schau durch hindurch
und schau.