schau mir in die Augen, Liebster
und lass dich fallen
mein Zwerchfell fängt dich auf
solltest du mein Herz verfehlen
ach, nun schütteln wir uns vor Lachen
und du rutschst mir bis in die Zehenspitzen
doch sorg Dich nicht, denn meine Venen
werden dich wieder nach oben pumpen
aber vergiss nicht, im Herzen auszusteigen
sonst steigst du mir noch in den Kopf
dort gibt es keinen Ausweg mehr, denn
zu den Ohren kommst du mir nicht heraus
musst nun für immer in mir bleiben
es sei denn, ich spreche Dich
aus
Liebe und Exil
Schlüssel und Schloss
bist Du mein Schloss
bin ich Dein Schlüssel
bist Du verschlossen
bin ich entschlossen
Dich zu erschließen
bist Du verschlüsselt
werd ich beschließen
Dich zu entschlüsseln
schließt Du Dich ein
schließ ich Dich auf
schließt Du Dich ab
schließ ich Dich an
schließ uns zusammen
was schließen wir daraus?
in den Augen meines Geliebten
in den Augen meines Geliebten
sehe ich meinen unsicheren Gang
aufrecht und stolz
gehen wir nun
in die Welt
in den Ohren meines Geliebten
höre ich meine zitternde Stimme
laut und klar
singen wir nun
in die Welt
im Herzen meines Geliebten
spüre ich mein verängstigtes Herz
in neuem Lebensmut
lieben wir uns
und vergessen die Welt
Smartlove
Lyrifant goes Smartphone… und ist lyrisch ganz fasziniert vom neuen Vokabular 🙂
ich immer auf Vibration
den Blaufilter ein
bei Anruf stumm geschaltet
Du kennst das Muster mich zu entsperren
hinterlässt Fingerabdrücke auf meinem
touchscreen
wir in neuen Kontakten, wireless
voll geladen, unser theme: Moonlight
legst Du auf, fall ich in den
Schlafmodus
wo aber ist der Ort?
in Deinen Augen kann ich
mich sehen
in Deinen Händen kann ich
mich spüren
in Deinen Worten kann ich
zu mir finden
wo aber ist der Ort
an dem ich
Dich sehen
Dich spüren
Dich finden
kann?
Trost
hab ich mich zwischen meinen Sätzen
verlaufen, bringt mich Dein Wort
wieder nach Hause
unzählbar
zählbar sind
die Jahre
die Tage
die Stunden
die Minuten
mit Dir
das Glück
die Freude
die Geborgenheit
und die Liebe
sind unzählbar
zum 18. Hochzeitstag
nicht daheim
da haben sie dich heimgesucht,
haben dir heimgeleuchtet, dir heimgegeigt
da haben sie es dir heimgezahlt,
lassen dich endlich heimgehen und heimholen
doch noch immer – so wundern sie sich –
fühlst du dich bei ihnen
nicht daheim
Liebe und Wort
Liebe, scheint es, sucht das Wort.
Wortlos aber bleibt, wer liebt,
im Augenblick der Liebe.
umarmen möcht ich Dich
umarmen möcht ich Dich
umhalsen umbauchen umbeinen
ummunden auch
abküssen könnt ich Dich
auf und ab und aufküssen
von Fuß bis Kopf
herzen möcht ich Dich
und leiben und körpern
geisten und seelen
einkuscheln möcht ich
mich in Dich und uns
aus und hinauskuscheln
beiliegen will ich Dir
beileben und beilieben
nicht neben nicht mit
nur um und in
Ein Liebeslied
Ich sitze hier und schreibe
für Dich ein Liebeslied.
Du sitzt ein Zimmer weiter
und liest, was ich jüngst schrieb.
Ich sitze hier und bleibe
für mich so ganz allein.
Wär es nicht viel gescheiter,
ich ließ das Schreiben sein
und ginge zu Dir rüber
und stürzte mich kopfüber
in unsere Lieb‘ hinein?
Spätsommernächtens
Spätsommernächtens
mit Dir noch auf dem Balkon:
Urlaubsgefühle.