die Synapsen japsen

„Die Synapsen japsen“ schrieb Myriade neulich – und sie hat mir erlaubt, mir diesen wunderbaren Satz ‚auszuleihen‘. Dafür ganz lieben Dank! Und hier das Ergebnis (alles, wozu mein poetisches Hirn gerade noch fähig ist).

die Synapsen japsen
die Kapillaren garen
die Zellen bellen
die Adern hadern
die Drüsen düsen auf Hochtouren
die Nieren gieren nach Wasser
die Nerven gehen surfen
die Herzklappen schlappen
die Lymphen rümpfen die Nase
und ich verkrieche mich

Hasenjammer

ein Hase sitzt im Grase
und kratzt sich an der Nase:
wohin, wohin nur ist seine Oase?

was für eine Phase!
alles nur noch Phrase!
ein jedes Häschen sitzt in seiner Blase!

verzweifelt greift er (in Ermangelung von Gase)
zum Glase
(dies’ in Größe einer Vase!):

o, rase, Hasenherz, und grase
um ein bisschen Extase
(in gebührendem Maße)

(dies’ Liedlein euch nur so zum Spaße)

Frohe Ostern 🐇 allerseits! 🪺

Binsenweisheit

angeregt von einem Binsen-Foto von Chris auf ihrem privaten Blog „Wort und Stern“ (das ich jetzt aber nicht mehr finde) – und übrigens völlig sinnfrei (offenbar hat mich, je gruseliger das Weltgeschehen wird, der Eskapismus fest im Griff …)

nein, da helfen keine Linsen –
und es gibt auch keine Zinsen:
geht die Beute in die Binsen,
hört der Jäger auf zu grinsen.

vergeblich

vergeblich
ist mein Ringen, mein Suchen:
kein Gedicht will mir gelingen –
oh, was könnte ich verfluchen
mich und meine Poeterei!
statt glänzend-schillernder Verse-Dinge
auf Pegasuses Wunderschwinge
nur klägliche eunuche Versuche,
nur Brei und Einerlei –
oh weiowei!
ich sollte es lieber mit Kuchen
versuchen; denn es wird wohl nichts
bringen, mich zum Singen
zu zwingen – außer
Eierei, gänzlich sinnfrei
und unerheblich