Wortfindungsstörungen

(überarbeitete Version)

Mir fehlen die Worte,
die ich verloren habe.

Ich suche nach Worten,
die mir entfallen sind.

Mir fallen Worte ein,
für die ich keine Worte finde.

Ohne Worte aber
bin ich
wortlos unglücklich.

Doch kaum ergreife ich
das erste Wort,
das fällt,
gibt ein Wort das andere.
Ich aber will das
letzte Wort haben.

 

(ursprüngliche Version)

Mir fehlen die Worte,
die ich verloren habe.

Ich suche nach Worten,
die mir entfallen sind.

Mir fallen Worte ein,
für die ich keine Worte finde.

Doch kaum ergreife ich
das erste Wort,
das fällt,
gibt ein Wort das andere.
Ich aber will das
letzte Wort haben.

So bleibe ich
ohne Worte,
wortlos
unglücklich.

 

Du

Du gibst meinem Ach
ein festes Dach
und findest für mein Och
ein passendes Loch.

Du nähst für mein altes Leid
ein schönes buntes neues Kleid
und zauberst noch aus jeder Lück’
rasch ein kleines Stückchen Glück.

Du machst aus einem Auf-dem-Boden-Liegen
ein flottes In-den-Himmel-Fliegen
und holst aus einem dummen Blablabla
heraus ein fröhlich’ Lalala.

Du führst ein laues Lau
mir ganz ins lichtblaue Blau
und formst für mich aus Prosa
ein rosarotes Rosa.

Du windest aus der Pflicht
sogar noch etwas Licht
und verwandelst meinen tiefen dunklen Schmerz
in einen leichten hellen Scherz.

Du rundest ab mein Ich
mit Deinem von mir geliebten Dich.

Des Lebens Klingklang

Ein Singsang für mehr Lebensfreude

Die unumgängliche Lebensfrist
schafft Lebensfrust
und Lebensfrost.

Denn an deiner Lebensmatte
nagt schon ab der Lebensmitte
die unerbittliche Lebensmotte.

Drum verwandle deine Lebenslast
mit Lebenslist
in Lebenslust.

Und fahre mit dem Lebenslift
ganz hinauf ins Lebensloft
und atme frische Lebensluft.

Dort oben auf dem Lebensmast
brau dir aus all dem Lebensmist
den allerbesten Lebensmost.

Denn mit jeder Lebenswoge
liegen viele Lebenswege
frei auf deiner Lebenswaage.

Und auf jeder Lebenswelle
findet noch dein Lebenswille
ein Fädchen von der Lebenswolle.

Verwandle deinen Lebensraum
in einen schönen Lebensreim:
Und schreib aus deinem Lebensleid
ein wunderschönes Lebenslied.

An die Schokolade. Eine SchokolOde

Schokolieder
sing ich dir.
Schokolaudes
bring ich dir
an den Schokolido.

In Schokoleiden
steh’ ich hier.
Ins Schokoluder
tret’ ich Tier.
Vom Schokoleder
zieh’ ich für
dich, geliebte Schokolade.

Ich schokolodere
für eine Tafel Schokolade
in der SchokoLade.
Ich schokolud
und schokolade
ganz schokoliederlich
die ganze Schokoladung
mit allen Schokolädchen
aus dem SchokoLädchen –

Schokoladendiebstahl
für eine Schokoladenkette,
vorbei am Schokoladenhüter
nach Schokoladenschluss.

Morgens stets
ein Schokoladenbad
im Schokoladenbrunnen.
Danach ein Schokoladenei
vom Schokoladenhasen.

Mittags ess’ ich
Schokoladenlinsen mit
Schokoladenbohnen
in heißer, weißer
Schokoladensoße.

Später gönn’ mir
den Schokoladenpudding
und eine Schokoladentorte
aus Schokoladencreme,
mit Schokoladenguss.

Zwischendurch noch
einen Schokoladenriegel oder
einen Schokoladenkeks.

Abends aber
schokoladenstreusele,
schokoladenflocke und
schokoladenraspele ich
nur noch Schokoladenpulver
in mein Schokoladegerät,
bevor ich schließe
meine Schokolider.

Auf meiner Schokoladenseite
gibt’s nicht nur
Schokoladenbraun,
Schokoladenschwarz und
Schokoladenweiß –
meine Schokolaleliloludenwelt ist
schokoleileulauterbunt.