Das blinde Huhn erhascht
die taube Nuss.
Die lahme Ente packt sich
den stummen Fisch.
Es ist ein Kinderspiel.
Doch wer hat nun
den Schwarzen Peter?
Das blinde Huhn erhascht
die taube Nuss.
Die lahme Ente packt sich
den stummen Fisch.
Es ist ein Kinderspiel.
Doch wer hat nun
den Schwarzen Peter?
Schokolieder
sing ich dir.
Schokolaudes
bring ich dir
an den Schokolido.
In Schokoleiden
steh’ ich hier.
Ins Schokoluder
tret’ ich Tier.
Vom Schokoleder
zieh’ ich für
dich, geliebte Schokolade.
Ich schokolodere
für eine Tafel Schokolade
in der SchokoLade.
Ich schokolud
und schokolade
ganz schokoliederlich
die ganze Schokoladung
mit allen Schokolädchen
aus dem SchokoLädchen –
Schokoladendiebstahl
für eine Schokoladenkette,
vorbei am Schokoladenhüter
nach Schokoladenschluss.
Morgens stets
ein Schokoladenbad
im Schokoladenbrunnen.
Danach ein Schokoladenei
vom Schokoladenhasen.
Mittags ess’ ich
Schokoladenlinsen mit
Schokoladenbohnen
in heißer, weißer
Schokoladensoße.
Später gönn’ mir
den Schokoladenpudding
und eine Schokoladentorte
aus Schokoladencreme,
mit Schokoladenguss.
Zwischendurch noch
einen Schokoladenriegel oder
einen Schokoladenkeks.
Abends aber
schokoladenstreusele,
schokoladenflocke und
schokoladenraspele ich
nur noch Schokoladenpulver
in mein Schokoladegerät,
bevor ich schließe
meine Schokolider.
Auf meiner Schokoladenseite
gibt’s nicht nur
Schokoladenbraun,
Schokoladenschwarz und
Schokoladenweiß –
meine Schokolaleliloludenwelt ist
schokoleileulauterbunt.
Dichten ist
Wortbildung:
Ein wortgebildeter
Wortbildhauer
bildet Worte aus Wörtern,
um wortzubilden.
Dichtkunst ist
Wortart:
Ein wortartiger
Wortartist
ortet Worte unter Wörtern in ihrer
Wortartenvielfalt.
Dichtung ist
Wortsinn:
Ein wortsinnlicher
Wortsinniger
sinnt nach Worten in Wörtern zur
Wortsinnfindung und
Wortsinnstiftung.
Wenn ich mal in den letzten Zügen liege,
dann hab ich nur noch einen Wunsch:
Ich will mein Leben gern in einem Zuge leeren.
Doch bis der Tod zum Zuge kommt,
bis dahin will ich noch mein Leben
– Zug um Zug –
in vollen Zügen ganz genießen.
Anfangs hast du dir dein Leben noch oft versüßt.
Später ließest du dich regelmäßig versauern
und hast dir dein Leben gründlich versalzen.
Was die Sache dann noch verschärft:
Jetzt bist du ganz verbittert.
Mein Herz
steht Kopf.
Meine Hand
fasst Fuß
auf Deiner Haut,
in Deinem Haar.
Mein Auge
ist ganz Ohr
für Deinen Mund.
Aus allen Wolken gefallen
stehe ich im Regen
mit einem Hagel von Fragen.
Solange ich im Nebel tappe,
sehe ich keine Sonne.
Ich bin völlig durch den Wind
und suche den Schnee von gestern.
Das Kind
liegt im Brunnen.
Man hat den Brunnen
einst trockengelegt.
Das Kind ist nicht
ertrunken, es ist
verdurstet.
Das Kind
liegt im Brunnen.
Man hat den Brunnen
einst vergiftet.
Das Kind ist nicht
entschlafen, es ist
verendet.
Das Kind
liegt im Brunnen.
Das Kind ist so lange
zum Brunnen gegangen,
bis es – zerbrochen –
hineingefallen ist.
Setz dir die rosa Brille auf
und denk dir deine Welt
von prosarot bis weinchenrosa
und lass deine Sorgen
einfach mal
altrosé aussehen.
Gedicht zum Freitag, den 13.
Vergangen
Hab ich mich
Nie.
Verlaufen
Hab ich mich
Hin und wieder.
Aber ganz oft
Hab ich mich
Verrannt.
Ich schreibe nicht nur für
erlesene Belesene oder gar
eine Auslese handverlesener Leser.
Ich schreibe für
Lesestarke und Leseschwache,
Lesereiche und Lesearme,
Lesefleißige und Lesefaule,
Lesehungrige und Lesesatte,
Lesemutige und Lesescheue,
Leselustige und Lesemüde,
Lesekundige und Leseneue.
Ich schreibe für
Vor- und Nachleser,
Auf- und Ableser,
Ein- und Ausleser,
Miss- und Verleser,
Rauf- und Runterleser,
Drunter- und Drüberleser,
Kreuz- und Querleser,
Viel- und Wenig- und sogar für
Nichtleser.
Kurz: Ich schreibe für
Leser jedweder Lesart.
Genieße noch die
Totenstille
vor dem
Höllenlärm.
Nach der
himmlischen Ruhe
lauschst du in der
Tonspur deines Lebens
vergebens.