zählbar sind
die Jahre
die Tage
die Stunden
die Minuten
mit Dir
das Glück
die Freude
die Geborgenheit
und die Liebe
sind unzählbar
zum 18. Hochzeitstag
zählbar sind
die Jahre
die Tage
die Stunden
die Minuten
mit Dir
das Glück
die Freude
die Geborgenheit
und die Liebe
sind unzählbar
zum 18. Hochzeitstag
Kurz bevor der November zu Ende geht, bedarf es doch noch einer Hymne auf Grau, finde ich (auch wenn der Text schon früher und in einem anderen Zusammenhang entstanden ist – und die, die ihn schon kennen, bitte ich diese Doppelung zu verzeihen).
über mir der Himmel grau, nur grau, monochrom
monophon das Lied der Wolken grau auf grau
ein jeder Tag so grau, so grau und monoton
doch schau nur, schau: ein stilles Grau
dort hinter dem lauten, ein Lichtgrau
unter Schattengrau, ein blaugrünes
im braungelben: Grau über Grau –
Grau polychrom, ja schau:
Polyphonie in Grau
was
und wer
heute wohl so alles
geplatzt ist?
(Auch das Wort “Platzhirsch” bekommt mit dem heutigen Tage eine ganz neue Bedeutung für mich 🙂 ).
Jenseits
nennen wir Sterbliche
was für die Geister das
Diesseits
grün und blau schlag ich
mich ins Grüne, ins Blaue
das Blaue vom Himmel
ist dasselbe in Grün
da haben sie dich heimgesucht,
haben dir heimgeleuchtet, dir heimgegeigt
da haben sie es dir heimgezahlt,
lassen dich endlich heimgehen und heimholen
doch noch immer – so wundern sie sich –
fühlst du dich bei ihnen
nicht daheim
Dass ich die Beute bin
im World Wide Web –
das ist mir klar.
Wer aber ist
die Spinne?
ihr seht mich rot: ich bin ein rotes Tuch
an einem roten Faden, rot geweint
nie wird ein roter Teppich, nie
ein Rotkäppchen daraus
vielleicht reicht es für
einen roten Knopf
bis du es bemerkt hast
nein, mit der Prinzessin
bist du gar nicht gemeint
und Frösche küssen keine
Hexen
bis du es bemerkt hast
ist der Prinz schon
bei den sieben Zwergen
hinter den sieben Bergen
und es war einmal…
ach, Mädchen, schreib
dir lieber deine eigenen
Märchen
ich sehe schwarz
auf weiß, ich weiß
ich male schwarz
nur in schwarz-weiß
denn ich bin ein
bis zur weißglut
schwarz
gebranntes kind
wenn diese selbsternannten Therapeuten
dir wieder einmal sagen: Mensch, bedenke,
du bist mehr als dein
Schmerz
dann nickst du lächelnd, denn du weißt:
ja, ich bin auch das Wort, um meinen
Schmerz zu fassen, ich bin auch mein
Schmerzwort
doch wenn das Wort nicht so recht passen
mag, dann hast du zu all deinem Schmerz
auch noch diesen furchtbar quälenden
Wortschmerz
der dir vollends bewusst macht: ja,
ich bin mehr als mein
Schmerz
Was mag der Ohrwurm am liebsten?
Kopfnüsse und Zungenmandeln? Oder
Nasenwurzeln und Wangenknochen?
Oder doch seine Ohrmuscheln?
Nein! Am liebsten ist ihm sein Augapfel –
da vergeht ihm Hören und Sehen.