“Auch der frühe Vogel
kann leer ausgehen”,
feixt der späte Wurm
in sich hinein –
bevor ihn der späte Vogel frisst.
“Wie wahr”,
denkt der frühe Wurm,
der heute einfach Glück hatte.
“Auch der frühe Vogel
kann leer ausgehen”,
feixt der späte Wurm
in sich hinein –
bevor ihn der späte Vogel frisst.
“Wie wahr”,
denkt der frühe Wurm,
der heute einfach Glück hatte.
Schokolieder
sing ich dir.
Schokolaudes
bring ich dir
an den Schokolido.
In Schokoleiden
steh’ ich hier.
Ins Schokoluder
tret’ ich Tier.
Vom Schokoleder
zieh’ ich für
dich, geliebte Schokolade.
Ich schokolodere
für eine Tafel Schokolade
in der SchokoLade.
Ich schokolud
und schokolade
ganz schokoliederlich
die ganze Schokoladung
mit allen Schokolädchen
aus dem SchokoLädchen –
Schokoladendiebstahl
für eine Schokoladenkette,
vorbei am Schokoladenhüter
nach Schokoladenschluss.
Morgens stets
ein Schokoladenbad
im Schokoladenbrunnen.
Danach ein Schokoladenei
vom Schokoladenhasen.
Mittags ess’ ich
Schokoladenlinsen mit
Schokoladenbohnen
in heißer, weißer
Schokoladensoße.
Später gönn’ mir
den Schokoladenpudding
und eine Schokoladentorte
aus Schokoladencreme,
mit Schokoladenguss.
Zwischendurch noch
einen Schokoladenriegel oder
einen Schokoladenkeks.
Abends aber
schokoladenstreusele,
schokoladenflocke und
schokoladenraspele ich
nur noch Schokoladenpulver
in mein Schokoladegerät,
bevor ich schließe
meine Schokolider.
Auf meiner Schokoladenseite
gibt’s nicht nur
Schokoladenbraun,
Schokoladenschwarz und
Schokoladenweiß –
meine Schokolaleliloludenwelt ist
schokoleileulauterbunt.
Im Himmel
ist der Teufel los.
„Zum Teufel
mit dem Teufel!“
flucht Gott,
von Gott verlassen.
Der Teufel lacht
auf Teufel-komm-raus:
„Teufel noch mal!
Gott behüte.
Ich werd‘ den Teufel tun.“
„Lieber Gott,
dich reitet wohl der Teufel?“
mischt sich ein Engel ein.
„Weiß Gott!“
gibt der Teufel zu bedenken,
„Gott ist eben auch nur ein armer Teufel.“
nur für Kerstin, die es allein versteht 🙂
Der Plauschbär spricht zum Lauschbär:
“Ich möcht’ so gerne mit dir plauschen.”
Der Lauschbär aber sagt zum Plauschbär:
“Ich mag dir doch nur lauschen.”
Da will der Plauschbär lieber tauschen
und den Lauschbär’n hören rauschen.
Doch der Lauschbär bleibt ganz still –
und lässt Plauschbärs Ohren bauschen.
Ein weiteres “Lob der Faulheit“
Ohne Fleiß
kein Preis,
ich weiß – doch:
Ohne Muße
nur Schweiß
und Buße.
Ohne Muße
keine Muse.
Ein Versuch
Mondsüchtig.
Sonnenflüchtig.
Traumtüchtig.
Nachtzüchtig.
So eine Hitze!
Wie ich schwitze!
Es ist so heiß!
Es rinnt der Schweiß!
Darüber bitte keine Witze,
ich weiß.
Traurig stand
der Lyrifant.
Seine Leier
er nicht fand.
Seine Lyrik
ihm entschwand.
War nur noch
ein Elefant. 🙂
Takt für Takt
immer im Takt
immer intakt
mach den Auftakt
gib den Takt an
schlag den Takt
halt den Takt
bleib im Takt
für ein paar Takte
Kontakt
wir wechseln den Takt
im Minutentakt
im Sekundentakt
im Dreivierteltakt
alles getaktet
alles taktiert
alles nur Taktik
nur scheinbar taktil
scheinbar taktvoll
scheinbar taktfest
und doch taktlos
sei so mit Takt
aus dem Takt
gebracht
Es ist doch mal wieder typisch,
beschwert sich der Mond:
Sonnenfinsternis heißt
der große Auftritt
des kleinen Mondes.
Einspruch!, kontert die Erde:
Du hast dafür
deine Mondfinsternis.
Eine Erdfinsternis
gibt es noch nicht einmal.
Und was ist mit uns?,
fragen die Sterne.
Setz dir die rosa Brille auf
und denk dir deine Welt
von prosarot bis weinchenrosa
und lass deine Sorgen
einfach mal
altrosé aussehen.
Gedicht zum Freitag, den 13.
lieber Frechdachs
als Angsthase
lieber Zimtziege
als Sündenbock
selbstverständlich
lieber Glücksschwein
als Unglücksrabe
ja sogar
lieber Platzhirsch
als Wandervogel
doch
weder Baulöwe
noch Immobilienhai
weder Stinkfisch
noch Lackaffe
dann doch lieber
sowohl Schnapsdrossel
als auch Schluckspecht
aber auf keinen Fall
Pleitegeier
lieber Faultier
als Arbeitsesel
vielleicht auch
Problembär
wenn es denn sein muss
lieber Bordsteinschwalbe
als Rampensau
lieber Krampfhenne
als Knurrhahn
auf jeden Fall aber
lieber Schmierfink
als Dreckspatz
lieber Leseratte
als Tanzmaus
am liebsten aber doch
Bücherwurm