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politische Lyrik

20. März 2026 von Lyrifant

Zur Genealogie der Moral, neu gefasst

gewiss: die Moral von heute
hat keine Eltern, hat keine Großeltern –
und bitte: hoffentlich auch keine Kinder!

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Getaggt mit Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 2 Kommentare
19. März 2026 von Lyrifant

wie weit

wie weit ist es nur gekommen?
wir sollten weinen um die Menschen
und sorgen uns um Energiepreise

und wie weit wird es noch gehen?

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Getaggt mit Gedicht, Krieg, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 3 Kommentare
8. März 2026 von Lyrifant

Sprache des Krieges (3)

es gebe „zu viele Bösewichte auf dieser Welt“
sagt einer von den einen zu einem von den einen
(und beide denken sie – na, klar! – an die anderen)

ein Bösewicht, wer Böses dabei denkt!

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Getaggt mit Gedicht, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 2 Kommentare
5. März 2026 von Lyrifant

im (gewohnten) Gang?

alles geht seinen (unaufrechten) Gang:
doch stets nur einen Gang und runter
(schon schon jetzt jenseits aller Gangbarkeit)

wann kommen wir endlich wieder
in die (aufrechten) Gänge?

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Getaggt mit Gedicht, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage, Wortspiel | 2 Kommentare
3. März 2026 von Lyrifant

Frage an die Elefantenrunde

wie viele Elefanten
müssen eigentlich noch
im Raum stehen, bis
wir sie endlich sehen?

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Getaggt mit Gedicht, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 3 Kommentare
28. Februar 2026 von Lyrifant

Sprache des Krieges (2)

und die Helfershelfer der einen
verurteilen nur die „Reaktion“
der (jetzt eben auch) anderen,
nicht aber die ‚Aktion’ der einen

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Getaggt mit Antikrieg, Gedicht, Iran, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 2 Kommentare
28. Februar 2026 von Lyrifant

Sprache des Krieges (1)

was die einen bei den anderen
„völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“
nennen, heißt bei den einen selbst
„Präventivschlag“

Veröffentlicht in Gedichte gegen den Krieg | Getaggt mit Antikrieg, Gedicht, Iran, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht | 4 Kommentare
23. Februar 2026 von Lyrifant

Sein und Zeit, neu gefasst

in dieser Zeit
will ich nicht sein –
denn für das Sein
ist keine Zeit

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Getaggt mit Aphorismus, Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 10 Kommentare
10. Februar 2026 von Lyrifant

Phänomenologie des Geistes, neu gefasst

es ist schon ein Phänomen, wie wenig
Geist es braucht, um logisch zu erscheinen:
vernunftfreies Selbstbewusstsein
ohne Sinn und Verstand
scheint ausreichend

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Getaggt mit Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 2 Kommentare
8. Februar 2026 von Lyrifant

Zeitlyrik

wo Sicherheit
nicht einmal mehr Wörter geben können:
wo schlafen dann die Verse, wenn
selbst Reime zum Steilhang werden?
kein Satz taugt zum Geländer:
wir können nur noch
im freien Fall
dichten und
denken

Veröffentlicht in Am toten Punkt | Getaggt mit Gedicht, Lyrik, politische Lyrik, politisches Gedicht, Zeitklage | 4 Kommentare
24. Januar 2026 von Lyrifant

Kritik der reinen Vernunft, neu gefasst

wo gar keine Vernunft mehr: dort ist
auch Kritik rein gar nicht erwünscht

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Getaggt mit Aphorismus, Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 6 Kommentare
18. Januar 2026 von Lyrifant

Die Welt als Wille und Vorstellung, neu gefasst

die gegenwärtige Welt über-
steigt meine Vorstellung
bei weitem, und dabei unter-
läuft sie alles, was mensch
überhaupt so wollen kann

Veröffentlicht in Klassiker der Philosophie, neu gefasst | Getaggt mit Gedicht, Lyrik, Philosophie, politische Lyrik, politisches Gedicht, Weltlage | 4 Kommentare

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