
durch luftiges Blau
wirbeln in zartem Rosa
Kirschblütenblätter

durch luftiges Blau
wirbeln in zartem Rosa
Kirschblütenblätter
das Alltagewerk ist endlich beendet. und nun, da die Zeit
des Nachsommers gekommen ist, so möge mein Geist
ins Hochland ausschweifen und stille Einkehr finden
im Rosenhause: auf dass er sich weit aufschwinge
und bilde an Natur, Kunst und Freundschaft –
und ich zu dem Menschen werde, der ich bin
im Grau verschwimmen
Schwarz und Weiß –
und durch den Nebel schimmert
Hagebuttenrot

kein Hokuspokus!
sie stehe an diesem locus
in voller Pracht im Fokus:
die Blüte des Krokus!

blau, nur blau,
wohin ich schau:
alles himmelsblau
in des Himmels Blau
gegen trübe Tage

Sonnengelb (vermisst)
still bewahrt in einem Blatt:
wie licht es leuchtet!
für Myriade

ganz grün muss mir heute
Mutter Grün gewesen sein:
nichts – so sagt sie – sei
jemals das Gleiche in Grün
und mir wird ganz grün
vor Augen. doch leider
ist für diese Symphonie
in Grün meine Sprache
noch viel zu grün
es wird uns grauen: wenn wir am Ende
in dieser braunen Scheiße sitzen werden –
was, bitte, habt ihr nicht verstanden
an dieser Rede vom „blauen Wunder“?
die Klangfarbe
eines Farbtons?
knallbunt!
kann das Wort
seine eigene Hand
vor Augen nicht
mehr sehen –
dann ist es dunkel
oder zu hell

die alten Bäume
singen wieder – himmelwärts –
Lieder, rosarot
Lyrifants Adventskalender 2023 Türchen 22
Flocke um Flocke
flüstert der Schnee
sein weißes Geheimnis
mir zu: und ich
beginne sacht
zu schneien