Keine Waffen
in Krisengebiete.
Warum
überhaupt Waffen
irgendwohin?
Warum
überhaupt Waffen?
Keine Waffen
in Krisengebiete.
Warum
überhaupt Waffen
irgendwohin?
Warum
überhaupt Waffen?
Geliebter,
glaubst Du, ich spürte
in meinem Leid Dein Leid
nicht mehr?
Geliebter,
glaube mir:
Dein Leid ist mein Leid
ebenso wie
mein Leid Dein Leid ist.
Man sagt:
Geteiltes Leid sei
halbes Leid.
Doch
ebenso wenig wie
mein Leid durch Dein Leid
weniger wird, wird
Dein Leid durch mein Leid
weniger.
Leid teilt sich nicht.
Geliebter, deshalb
glaube ich:
Geteiltes Leid ist
doppeltes Leid.
Nur sind wir nicht allein
in unserem doppelten Leid.
Nur haben wir uns
in unserem geteilten Leid.
Der Sinn des Lebens
dürfte ganz einfach sein:
leben.
Die eine Hälfte
des Lebens wird
verschlafen.
Die andere Hälfte
des Lebens wird
vertan.
Gäbe es noch
eine dritte Hälfte,
so würde sie wohl
verspielt.
Das erste Opfer
eines jeden Krieges
– so sagt man –
ist die Wahrheit.
Manche sagen auch:
Die Wahrheit stirbt immer
schon vor jedem Krieg.
Ich frage mich, ob es
ohne den Tod der Wahrheit
überhaupt einen Krieg gäbe.
Denn wer den Krieg will,
muss die Wahrheit töten.
Der Tod der Wahrheit
ist kein Kollateralschaden.
Der Tod der Wahrheit
ist auch keine unvermeidliche Folge
von Kriegsvorbereitungen.
Der Tod der Wahrheit
ist die unabdingbare Bedingung
eines jeden Krieges.
Insofern ist die Wahrheit
nicht das erste Opfer des Krieges, sondern
der eigentliche Feind des Krieges.
Denn die Wahrheit ist
der Tod eines jeden Krieges –
nein, die Wahrheit wäre
der Tod eines jeden Krieges,
hätte man sie nicht
um des Krieges willen
schon lange getötet.
Scharfsinn und Bitterschokolade
gehören zum Leben wie
Süßwasser und Sauerstoff.
Die Rosen schlafen
noch unter Tannenzweigen:
Bald kommt ihre Zeit.
Wir sind wir.
Die anderen sind die anderen.
Das ist ein klarer Fall,
so denken wir.
Wir sind wir.
Die anderen sind die anderen.
Das ist ein klarer Fall,
so denken auch die anderen.
Wer sind denn nun wir?
Und wer sind die anderen?
Wer Gewinne macht,
verliert.
Wer Verluste macht,
gewinnt.
Man muss Geld sparen,
um es auszugeben.
Man muss Geld ausgeben,
um es zu sparen.
Wer verkauft,
ist gekauft.
Wer kauft,
ist verkauft.
Wer Arbeit gibt,
nimmt.
Wer Arbeit nimmt,
gibt.