schau
auf das Wort.
blick hinab auf
seine Schönheit.
schau
in das Wort.
sieh hinaus in
seine Weisheit.
schau
durch das Wort.
schau durch hindurch
und schau.
schau
auf das Wort.
blick hinab auf
seine Schönheit.
schau
in das Wort.
sieh hinaus in
seine Weisheit.
schau
durch das Wort.
schau durch hindurch
und schau.
mit anderen Worten
kann ich es nicht sagen,
das eine Wort
anders gesagt oder
mit anderen Worten: es gibt
kein anderes Wort für
Dich
– auch wenn ich für Dich
tausendundeinen Namen habe –
mit anderen Worten
kann ich es nicht sagen,
dieses eine Wort:
ich liebe Dich
zwischen all den
Sprichorten
worte und orte ich
(die Fühler auf Empfang)
nach dem einen
Fundwort
im Schein der Nachttischlampe les ich neue Gedichte
(an sich schon ein Glück für sich!): treff auf ein altes Wort
und lass mir weit zurück in die Erinnerung leuchten
im Wort
stehe ich:
meine Worte
so zu legen, bis
ein jedes Wort
sitzt
kein Wort
möchte ich verlieren
dort, wo ich keine Worte finde
ein Wort gibt das andere –
und das andere Wort
ist der Stoff, aus dem
Gedichte steigen
auf stillen Pfaden
fort schleichen meine Wörter:
Raum für Besinnung
unter Schneedecken
bette ich meine Wörter:
Zeit für Winterschlaf
fällt ein Tautropfen
auf den Reim von Schrift auf Stift
erwacht ein Poem
oben auf dem Berg
kein Wald kein Gras nur Stein Fels
splitternacktes Wort
steinige Wege
von Wort zu Wort tiefer Wald
doch die Lichtung lockt