(den ich mir nicht entgehen lassen kann)
von wegen Kurswechsel:
die österreichische Regierung
bleibt auf Kurz 😉
(den ich mir nicht entgehen lassen kann)
von wegen Kurswechsel:
die österreichische Regierung
bleibt auf Kurz 😉
ihnen dabei helfen, das Land
zu verlassen, heißt:
ihnen dabei helfen, weiter
zu leben
heißt aber leider auch:
ihnen dabei helfen, ins Exil
zu gehen – ist das nicht auch
eine Art Tod?
dennoch:
ihnen dabei helfen, dem Tod
(dem einen) zu entkommen, ist
das Mindeste, was wir tun müssen
das nahezu Unmögliche aber:
ihnen dabei helfen, den Tod
(den anderen) zu ertragen
rechts abbiegen, um
Krisen und Probleme
links liegen zu lassen –
ein Weg, der geradewegs
in eine Sackgasse führt:
wo niemand mehr weiß, wo
rechts und links ist
würde ich mich
meiner würde
würdig zeigen,
würde ich noch heute
die würde des menschen
– weder würdevoll noch würdelos –
in den würdegriff nehmen:
werde was würde
normalerweise
will ich nicht und
muss ich nicht
vor’s Haus
nach 21 Uhr
kaum aber
darf ich nicht und
kann ich nicht
vor’s Haus
nach 21 Uhr
dann
will ich unbedingt und
muss ich unbedingt
vor’s Haus
nach 21 Uhr
und die Vernunft
darf dann und
kann dann ebenfalls
vor’s Haus –
rund um die Uhr
eine Stunde für die Erde:
Licht aus!
lasst die Dunkelheit atmen:
es ist ihre Zeit – und gebt
der Erde für einen Atemzug
Ruhe
Ich weiß, es ist nur Symbolpolitik und hilft letztlich nicht. Aber es kann vielleicht ein Zeichen sein, ein Nicht-Licht-Zeichen.
Es mögen wichtige Wörter sein, ja gewiss, doch alles, Seine Heiligkeit, das müssen Sie schon zugeben, lässt sich damit doch nicht regeln!
Bitte,
mein Kleiner,
still mein unheiliges Verlangen
Danke,
mein Kleiner,
gabst mir für Momente Erlösung
Entschuldigung,
mein Kleiner,
vergib mir meine tiefe Schuld
gut stochert es sich
bei Nacht und Nebel:
der Stock wird schon
treffen: irgendwas,
irgendwen, irgend-
wohin
vom Hochsitz der Regierung
ist der Kopfstand der Dinge
im steten Wettlauf der Welt
kaum zu erkennen
alles gewagt
alles zurückgelassen
alles gegeben
alles ertragen
und doch:
alles verloren
wer hat noch die Kraft:
noch einmal alles wagen?
noch einmal alles zurücklassen?
noch einmal alles geben?
noch einmal alles ertragen?
und vielleicht noch einmal:
alles verlieren?
die da ewiggestrig-trotzig wieder Flagge zeigen
neben denen, die nunmehr unter femder Flagge
mitmarschieren, unbedarft – was sie eint:
ja, sie haben eine Fahne, trunken sind sie,
beide, voll von Wut, Frust und Hass
schreib’s dir auf die Fahne, Kind:
dreh nie dein Fähnlein nach dem rechten Wind!
wohl dem, der
ein Zuhause hat