Bitte, Danke, Entschuldigung

Es mögen wichtige Wörter sein, ja gewiss, doch alles, Seine Heiligkeit, das müssen Sie schon zugeben, lässt sich damit doch nicht regeln!

Bitte,
mein Kleiner,
still mein unheiliges Verlangen

Danke,
mein Kleiner,
gabst mir für Momente Erlösung

Entschuldigung,
mein Kleiner,
vergib mir meine tiefe Schuld

Lyrifants Gruß zu Weihnachten

Hier sei dir geschwind entdeckt,
was im Geschenkanhänger steckt:
ein großes Päckchen guten Mutes
für diese schwere, dunkle Zeit,
dazu lamettaweise Gutes
und Fantasie, in der es schneit,
dazu noch eine Scherbe Glück
und dieser Fahrschein in die Zeit zurück,
als wir noch unbeschwert in Scharen
zur Weihnachtszeit zusammen waren.

Mit diesem Weihnachtsgedicht, das Lyrifant in diesem Jahr in kleinen Geschenkanhängern (Ihr seht es im Bild) oder als PowerPoint-Präsentation an all seine Lieben geschickt hat, sei Euch für Eure Treue, mit der Ihr diesem Blog folgt, ganz herzlich gedankt. Und ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest (im Kreis Eurer Lieben, so dies möglich ist) und einen geruhsamen (immerhin: böllerfreien) Jahreswechsel! Kommt bitte alle gut durch diese schwere Zeit und bleibt gesund und heiter!

Große Konjunktion

wer voller Sehnsucht
nachts in den Himmel schaut
zu Saturn und Jupiter, wie
sie einander nahe stehen
wie lange nicht –

dem sei gesagt: die Entfernung
zwischen Saturn und Jupiter
ist ungleich größer als der Abstand
zwischen Mensch und Mensch
in Zeiten einer Pandemie –

auch steht zu hoffen,
dass wir nicht 60 Jahre
auf eine nächste Begegnung
werden warten müssen, die
gar keine Begegnung ist

Schweinsamkeit

Geboren hat Lyrifant diese schöne Wortschöpfung in einem Kommentar zu Eulenschwinges Plüsch-Frischling am 6.12. – und damit musste Lyrifant jetzt noch ein bisschen weiter spielen

unserschweins weiß:
unterschweins, da liegt das Glück –
so zwischen Schwein und Schwein
bleibt kein Schwein ganz allein:
allschwein lebt es sich
schön und gut
in trauter Schweinsamkeit

Nikolaus

Lyrifants Adventskalender 2023
Türchen 6

Der Nikolaus, der Nikolaus
ist doch recht oft allein zu Haus.
Da wünscht er her, da wünscht er hin:
Ach wie fehlt ihm eine Nikoläusin!

Kaum war sie da, da wurd’s recht voll im Häuschen:
All überall springen um ihn her die Nikoläuschen
wie die Nikomäuse
(besser doch als Nikoläuse!).

Und selbstverständlich weiß ich:
Dies Gedicht ist nikolausig!

Habt einen schönen 2. Advent heute am 6. Dezember!