Am toten Punkt
steht noch nicht einmal
ein Fragezeichen.
In engen Klammern
ist kein Platz für einen
augenzwinkernden Strichpunkt.
Aber
auf der anderen Seite
des Gedankenstrichs
wartet unverdrossen
das lebendige Komma
und sendet
Rufzeichen.
Am toten Punkt
steht noch nicht einmal
ein Fragezeichen.
In engen Klammern
ist kein Platz für einen
augenzwinkernden Strichpunkt.
Aber
auf der anderen Seite
des Gedankenstrichs
wartet unverdrossen
das lebendige Komma
und sendet
Rufzeichen.
für Hans
Du wirst immer
in unserer Mitte sein
bei jedem guten Glas Wein,
das wir trinken.
Du wirst immer
in unseren Herzen sein
bei jedem guten Konzert,
das wir hören,
bei jedem schönen Bild,
das wir sehen.
Du wirst immer
neben uns sein
bei jedem guten Gedicht,
das wir lesen.
Du wirst immer
hinter mir stehen
bei jedem Gedicht,
das ich schreibe.
Unterbrochen
ist das Gespräch,
das wir eben erst
neu begonnen.
Zerrissen
ist das Band,
das uns gerade
zu Lyrikfreunden
neu verbunden.
Ungeschrieben
bleibt nun das Kapitel,
das unsere fragile Freundschaft
neu aufgeschlagen.
Nachrufen
möchte ich Dir
Worte im Scherz und
Worte im Ernst,
die ich Dir noch hätte sagen wollen,
Geschichten
aus der Welt des Alltags und der Phantasie,
die wir uns nun nicht mehr erzählen können,
Gedichte,
geschriebene und ungeschriebene,
die Du nun nicht mehr lesen wirst.
Ach, gäbe es nur einen Ort,
wohin ich Dir all die
ungesagten Worte,
unerzählten Geschichten
ungelesenen Gedichte
nachrufen könnte!
Was hilft’s:
Ich werde diesen Ort,
den Port meiner Nachrufe,
meiner Rufe Dir nach
finden müssen
in mir.
Um nicht verrückt zu werden:
Gib dir einen Ruck und
verrück dich selbst,
rück ein Stück und
verrück dich Stück um Stück und
entrück dich so
dem alltäglichen Wahnsinn.
Behände
strecke ich
meine Hände
aus,
mein Herz
greift beherzt
zu,
am Ende
aber
doch verarscht
und alles
am Arsch.
Wem man
einen Bären
auf die Nase bindet
und
wen man dann
an der Nase herumführt,
dem hilft
seine gute Nase nicht.
Du musst noch –
Du sollst doch nicht immer –
Du darfst auf keinen Fall –
Du kannst doch nicht –
Sei still –
Bleib schön brav –
Jetzt reiß dich mal zusammen –
Spiel dich doch nicht immer so auf –
Kannst du nicht hören?
Kannst du nicht besser aufpassen?
Hast du schon wieder?
Stell dich nicht so an!
Wenn du nicht -,
kommst du ins Internat!
Solange du deine Füße
unter unseren Tisch –
Wer zahlt, schafft an.
Aber ich will doch nur –
Kann ich nicht?
Darf ich nicht auch einmal?
Nein.
Vater hat Recht.
Mutter hat Recht.
Das Kind gehorcht.
Ich wollte nur
eine Grenze ziehen.
Da habt Ihr mich
ganz Eures Reiches verwiesen.
Ich wollte nur
meinen eigenen Platz finden.
Da habt Ihr mich
aus meiner Heimstatt verbannt.
Ich wollte nur
mit Euch neue Wege gehen.
Da habt Ihr mir
den Weg zu Euch zurück abgeschnitten.
Mein Weg
ist
mein Weg.
Manchmal
ein Irrweg,
manchmal
ein Umweg.
Manchmal
eine Sackgasse,
manchmal
eine Einbahnstraße.
Manchmal
eine Rutschbahn,
manchmal
ein Klettersteig.
Manchmal
Kriechspur,
manchmal
Überholspur.
Aber immer
ist mein Weg
mein Weg.
wo du dich verbergen kannst,
wenn dir die Welt zu laut wird.
wo du dir Freude borgen kannst,
ohne sie zurückgeben zu müssen.
wo du immer eine Herberge findest,
sogar mitten in der Nacht.
wo man für dich bürgt,
ohne mit der Wimper zu zucken.
wo deine Burg steht,
fest und uneinnehmbar.
Das Nesthäkchen
war ich
– als Einzelkind –
natürlich nicht,
aber wenn,
dann hätte es bestimmt
einen Haken mit dem Nest
gegeben.
(auf die Melodie „Schlaf, Kindlein, schlaf“)
Wach, Kindlein, wach!
Der Vater sucht nur Krach.
Die Mutter tritt noch hinterher,
da hilft dann nur noch Gegenwehr.
Wach, Kindlein, wach!
Geh, Kindlein, geh!
Die Trennung tut zwar weh.
Doch Vater, Mutter tun nicht gut,
so nimm dann endlich deinen Hut.
Geh, Kindlein, geh!
Steh, Kindlein, steh!
Ins eigne Leben geh!
Sei selbst nun Vater, Mutter dir,
vertrau auf dich, gehörst nur dir.
Steh, Kindlein, steh!
Lachen ist die beste Medizin,
sagt man.
Dass ich nicht lache!
Ich habe nichts zu lachen.
Mir ist nicht zum Lachen zumute.
Sie haben gut lachen!
Mir ist das Lachen vergangen
oder auch nur im Halse stecken geblieben,
so dass ich nicht mehr
aus vollem Halse lachen kann.
Sie werden lachen,
aber ich habe das Lachen verlernt.
Es wäre doch gelacht,
wenn ich darüber nicht lachen könnte.
Es darf gelacht werden!