manchmal
treibt es das Leben mit dir
ganz schön bunt:
kunterbunt
und manchmal
wird es dir dann doch
zu bunt:
kunterbunt
dann siehst du
nur noch schwarz
nur noch rot:
kunterschwarz
kunterrot
manchmal
treibt es das Leben mit dir
ganz schön bunt:
kunterbunt
und manchmal
wird es dir dann doch
zu bunt:
kunterbunt
dann siehst du
nur noch schwarz
nur noch rot:
kunterschwarz
kunterrot
wie fest du
gehalten bist, weißt
du erst, wenn du
fällst
zur blauen Stunde
an schwarzen Tagen
dich mit blauem Trauerblues
volllaufen lassen, bis
du schwarz bist
ein Rückzug in
mein Schneckenhaus
hilft mir so ganz und gar
nicht, weil ich mich so ganz
und gar und tief in meines
Schneckenhauses
Windungen
verirr
in Sinnsuche versiert:
des Lesens kundig,
im Deuten geübt,
so fündig wie
findig
nur die Zeichen des eigenen Lebens
vermag ich nicht zu verstehen
blaues Polarlicht huscht über rumgewärmte Rotweinfläche:
Feuerzangenbowle
wenn dir die Stimme mir nichts, dir nichts versagt,
sagst du nichts mehr, versagst du dir ein jedes Wort,
sprichst du kein Wort mehr, und du versprichst ihr
zu schweigen, bis dir die Stimme verspricht,
dir nichts, mir nichts, nichts zu verschweigen
man streicht dir Honig
auf das Brot, von dem man
dir zuvor noch eben rasch
die Butter genommen hat
Nachts
falle ich ins
Nichts.
Tags
schreit es in mir:
Trag’s!
Goldlicht bricht
durch Silbernebel,
der zwischen Bronzeästen
in Kupferblättern sich verfängt:
schwer legt der September
sich auf mein Herz
aus Erz
im Schein der Nachttischlampe les ich neue Gedichte
(an sich schon ein Glück für sich!): treff auf ein altes Wort
und lass mir weit zurück in die Erinnerung leuchten
in Ules Sandbildern versinken und dabei nichts weiter als
den warmen Sand zwischen den Zehen spüren, das Meer rauschen hören
und das schauende Auge auf “nix als sand”-Spurensuche aussenden