Petros hat mich mit seinem humorvollen Gedicht „Was reimt muss nicht gleich dichten“ sehr zum Schmunzeln gebracht – nur der Satz
Worte brauchen Zügel
Sonst wird draus kein Gedichthat in mir – trotz seiner schönen Pegasos-Allusion – Widerspruch geweckt … und mich zu folgenden Zeilen inspiriert:
ja: manchmal brauchen Wörter Zügel.
manchmal aber brauchen sie wohl eher Flügel.
manche Wörter brauchen eine lange Leine.
und manche brauchen nichts als eigne Beine.
ich bin sicher: nur wenig Wörter sind zu zähmen
(Gefahr besteht, sie so zu lähmen).
viele Wörter brauchen nur etwas Pflege.
und einige Wörter gehen lieber ihrer Wege.
fürwahr: gewisse Wörter brauchen einen Schnitt.
andre Wörter bringen ihr Gefolge mit.
und wieder andre gehen nur bei Mondlicht um.
die meisten aber liegen einfach nur so rum
und warten nur darauf, dass wir sie lesen
und auf der Suche nach ihrem Wesen
in ihren Eigen-Sinn eintauchen:
wer kann schon erahnen, was Wörter brauchen?
Hallo Lyrifant,
schön, dass ich dich inspirieren konnte.
Alsdann zu deinen Versen hier
Die da so transparent und schier
Ich gebe dir in allem recht
Jed’s Wort ist frei und niemand‘s Knecht
Und siehst den letzten Vers du oben
Gezügelt sieht es aus verschroben
LG
Petros, der jetzt auch schmunzelt
Ach, ein Kommentar in Versen! Danke, lieber Petros – vor allem für die Inspiration! Was wären wir ohne sie? – Und Du solltest darüber nachdenken, Dich „Nachtfixstern“ zu nennen, wegen Deines fixen (hihi, kleiner Scherz) Morgensternschen Humors und weil Dein Nächtebuch für mich zu einer festen Größe geworden ist!
…für dich aus meinem Nächtebuch:
✨ Nacht für Nacht und in meinen Träumen schreibe ich mir die Seele aus dem Leib.✨
(Derzeit gibt es da nur „private“ Einträge.)
Gruß in die Nacht
Petros
O, Danke – das sind wieder feine Zeilen!