mit meinen Worten
kann ich es ja machen:
ein Gedicht
wie für mich gemacht
Was mit „was aus Worten“ als ganz spontaner Einfall begann, wächst allmählich zu einem kleinen Zyklus heran.
mit meinen Worten
kann ich es ja machen:
ein Gedicht
wie für mich gemacht
Was mit „was aus Worten“ als ganz spontaner Einfall begann, wächst allmählich zu einem kleinen Zyklus heran.
viele Worte möcht ich
gar nicht machen: nur
ein kleines Gedicht
mach kein Theater,
mach keine Geschichten:
mach’s nie
unter einem Gedicht
ja, ich mach mir
was aus Worten:
ich schreib mir
ein Gedicht
meergeboren sei sie: die Poesie –
ein Schatz, vielleicht
eine Delikatesse
meerdurchlässig sei sie: die Poesie –
genügsam, standfest, schlicht:
ganz in sich selbst
verschlossen
wer sie öffnet, der
nimmt ihr das Leben
wem sie schmeckt, dem
schenkt sie keine Perle
inspiriert durch den wunderschönen und sehr lehrreichen Band “Austern” aus dieser von mir so geliebten Naturkunden-Reihe des Verlags Matthes & Seitz
(ein zweiter Versuch)
dem Moor lauschen:
sein Schweigen ist hörbar
im Quaken der Frösche
hab nah das Ohr am Moor:
Froschworte fang zu hören
das Schweigen der Poesie
das unwortbare
ins wortlose
wort fassen:
schweigen
singen
greif ein jedes Wort
bei den Wurzeln:
nicht an Blüte und Frucht
wirst du erkennen
das Wort, das dir
geschrieben ist auf Gedeih
und Verderb
setze meine Worte
lichte den Vers
lege ab
zu neuen Gedichten
ein jedes Wort
beim Wort nehmen:
dann gibt ein Wort
das andere
Wort für Wort
über Wort unter
Wort an Wort
in Wort aus
Wort
Sommer, dein Wort
steigt
mir zu Kopf
trunken
sing, Sommer, ich
dein blaues Lied
wenn du dein Wort
in meinem Kopf
vergisst, Sommer