Inspiriert durch Georg Weißbachs Arbeiten des Übermalens, die gerade im Zentrum für Aktuelle Kunst in Spandau zu sehen sind
mit meinen eigenen Worten
die Worte der Anderen
überschreiben
oder in anderen Worten:
schreiben überSchreiben
Inspiriert durch Georg Weißbachs Arbeiten des Übermalens, die gerade im Zentrum für Aktuelle Kunst in Spandau zu sehen sind
mit meinen eigenen Worten
die Worte der Anderen
überschreiben
oder in anderen Worten:
schreiben überSchreiben
a
m
r
a
n
d
e
d
e
r
s p r a c h e
auf fliegende Blätter gesetzte Wörter
sind noch keine geflügelten Worte –
und geflügelte Worte taugen
nicht per se zum Höhenflug
was kümmert‘s mich?
ich schreib mein Wort, gänzlich ungefiedert
und so gar nicht abgefedert, wohin ich will –
und lass im besten Fall es
fliegen
wenn ein Wort fällt, fang es
auf, ja, ergreife das Wort: fall
dem Wort ins Wort – und, bitte!
lass kein Wort einfach fallen
ich halte mein Wort
(wenn ich denn das Wort bekomme)
und ich würde auch
Dein Wort halten
(wenn Du es mir denn gäbest):
ich halte immer Wort, denn ich bin
(auch wenn ich das Wort gerade nicht habe)
eine notorische Worthalterin
ein letztes Wort noch: das letzte Wort
ist hoffentlich noch nicht gesprochen
(und ich hoffe sehr, dies ist nicht
mein letztes Wort, denn das letzte Wort
will ich überhaupt nicht haben)
ja, es ist so meine Redensart,
keine sich mir bietende Redewendung
auszulassen (meine Rede!)
leg ein gutes Wort ein
für haltbare Lyrik:
Verse (ausgekocht
und aufgeweckt)
aus der Konserve
als stille Reserve
zum Jubiläum: Heute vor einem Jahr ist Lyrifant auf https://lyrifant.de umgezogen!
ich schreibe Gedichte, ja – aber
nein, eine Dichterin bin ich nicht:
ich bin nur ein Kind, das spielt
mit Worten wie mit Wörtern –
wortverliebt und wortvergessen
(um nicht zu sagen: wortversessen)
die Wörter tanzen
sobald ich dichte:
ein Gedicht
ist ein Ballett
und besser könnt’ ich
ihren Tanz nicht choreografieren
als mit den Wörtern selbst
zu tanzen
rück nur das Wort ein
wenig beiseite und schon
hast du – hinterrückworts –
eine gute Aussicht auf
Sinn
wo Wörter träumen,
erwachen Gedichte