
ein Elefant
ist immer elegant:
ob er geht,
ob er steht,
wie er die Ohren senkt,
wie er den Rüssel schwenkt;
selbst wenn er sich reckt
und streckt:
ein Elefant
bleibt immer elegant

ein Elefant
ist immer elegant:
ob er geht,
ob er steht,
wie er die Ohren senkt,
wie er den Rüssel schwenkt;
selbst wenn er sich reckt
und streckt:
ein Elefant
bleibt immer elegant
im Einklang schwimmen wir still über den See:
Stockente, Haubentaucher, Blässhuhn
und ich – und um uns nur
ein Klang: um uns nur See
und das Gluckern des Wassers
„Die Synapsen japsen“ schrieb Myriade neulich – und sie hat mir erlaubt, mir diesen wunderbaren Satz ‚auszuleihen‘. Dafür ganz lieben Dank! Und hier das Ergebnis (alles, wozu mein poetisches Hirn gerade noch fähig ist).
die Synapsen japsen
die Kapillaren garen
die Zellen bellen
die Adern hadern
die Drüsen düsen auf Hochtouren
die Nieren gieren nach Wasser
die Nerven gehen surfen
die Herzklappen schlappen
die Lymphen rümpfen die Nase
und ich verkrieche mich
inmitten der Nacht
noch den Sommer auf der Haut
und den See im Haar
Grüße aus der Dachwohnung
kommst du von 27 Grad innen
früh morgens nach 22 Grad außen:
dann sind 27 Grad sehr warm
kommst du von 34 Grad außen
mittags nach 28 Grad innen:
dann sind 28 Grad recht kühl
kommst du dann wieder von 29 Grad innen
spät abends nach 29 Grad außen oder umgekehrt:
dann sind 29 Grad immer noch relativ warm
immer werde ich
dem Wort das Wort
reden: ich werde
um jedes Wort ringen,
mir dieses oder jenes
Wort vom Mund abschneiden
und rasch das Wort ergreifen,
sobald ich darüber stolpere:
immer werde ich dem Wort
das Wort reden
zwar kann sie
auf Wörter
zählen
aber rechnen
mit Wörtern
kann sie nicht
dafür kann sie mehr
als nur schwarze und rote Wörter
schreiben
solange sie nie
an Wörtern
spart
„sag mal, was sagst du dazu?“
„unter uns gesagt, ich muss schon sagen:
unsagbar unsäglich!“
„was du nicht sagst!
aber da sagst du was!“
„ich? ich hab nichts gesagt!“
im Licht des Blaumonds
hinaus aus dem Mai – barfuß
in den Sommer, blau
Reprise zu Maimond
vielleicht finde ich
meine eigene Handschrift,
indem ich mir auf den Leib schreibe,
was mir auf der Stirn geschrieben steht
aus den Fugen
geraten mir Zeichen
und Wunder verraten
das Unverfügbare
nichts muss, alles kann
was ist, darf sein
sollen und wollen werden eins
es braucht nicht viel
nur Du und ich
kein hätte, kein würde
nur sein, nur leben
wie ich mag