Es sollte so einfach sein:
Einfach da sein.
Einfach so sein.
Einfach jetzt sein.
Einfach sein.
Warum ist das
so schwer?
Es sollte so einfach sein:
Einfach da sein.
Einfach so sein.
Einfach jetzt sein.
Einfach sein.
Warum ist das
so schwer?
Ja, ich wohn‘ in meiner Mailbox.
Komm herein
zum „Posteingang“
und mach es dir bequem.
Ich hol nur noch ein paar Cookies
aus dem „Junk“.
Mein Fenster zur Welt
ist der „Postausgang“.
Kreative Würfe
landen in „Entwürfe“.
Und nachts schlaf ich tief
im Ordner „Archiv“.
Was ist das eigentlich,
was wir MITMENSCHEN nennen?
Sind sie nicht vielmehr
NEBENMENSCHEN?
Weil sie einfach nur neben uns leben,
ohne Anteil an uns zu nehmen.
Sind sie nicht vielmehr
UMMENSCHEN?
Weil sie um uns sind, uns umgeben –
zufällig oder in der Hoffnung auf einen Vorteil.
Sind sie nicht vielmehr
BEIMENSCHEN?
Weil sie zwar bei uns sind,
aber nicht, wenn wir ihren Beistand brauchen.
Sind manche nicht sogar
GEGENMENSCHEN?
Weil sie gegen uns agieren
in der Absicht, uns zu schaden.
Nur wenige sind wirklich
MITMENSCHEN,
die wirklich mit uns leben,
die unsere Ängste und Wünsche
zumindest ernst nehmen,
zuweilen sogar teilen
oder sogar uns dabei helfen,
unsere Ängste zu zerstreuen
und uns unsere Wünsche zu erfüllen.
wo du dich verbergen kannst,
wenn dir die Welt zu laut wird.
wo du dir Freude borgen kannst,
ohne sie zurückgeben zu müssen.
wo du immer eine Herberge findest,
sogar mitten in der Nacht.
wo man für dich bürgt,
ohne mit der Wimper zu zucken.
wo deine Burg steht,
fest und uneinnehmbar.
Das Nesthäkchen
war ich
– als Einzelkind –
natürlich nicht,
aber wenn,
dann hätte es bestimmt
einen Haken mit dem Nest
gegeben.
Hat ein Gedicht
wirklich Gewicht
in unserer leichtfertigen Zeit?
Vielleicht nicht immer,
aber Gedichte
verschieben Gewichte,
was nicht jedem gefällt.
Hält ein Gedicht,
wirklich Gericht
über Recht und Unrecht in unserer Welt?
Vielleicht nicht immer,
aber Gedichte
servieren Gerichte,
die nicht jedem schmecken.
Gibt ein Gedicht
wirklich Gesicht
unseren Träumen und Wünschen?
Vielleicht nicht immer,
aber Gedichte
beschreiben Gesichte,
die nicht jeder sehen kann.
Gedichte
sind wichtig,
vielleicht nicht immer richtig,
manchmal auch kurz-
zuweilen doch hellsichtig,
nie nichtig.
(auf die Melodie „Schlaf, Kindlein, schlaf“)
Wach, Kindlein, wach!
Der Vater sucht nur Krach.
Die Mutter tritt noch hinterher,
da hilft dann nur noch Gegenwehr.
Wach, Kindlein, wach!
Geh, Kindlein, geh!
Die Trennung tut zwar weh.
Doch Vater, Mutter tun nicht gut,
so nimm dann endlich deinen Hut.
Geh, Kindlein, geh!
Steh, Kindlein, steh!
Ins eigne Leben geh!
Sei selbst nun Vater, Mutter dir,
vertrau auf dich, gehörst nur dir.
Steh, Kindlein, steh!
Lachen ist die beste Medizin,
sagt man.
Dass ich nicht lache!
Ich habe nichts zu lachen.
Mir ist nicht zum Lachen zumute.
Sie haben gut lachen!
Mir ist das Lachen vergangen
oder auch nur im Halse stecken geblieben,
so dass ich nicht mehr
aus vollem Halse lachen kann.
Sie werden lachen,
aber ich habe das Lachen verlernt.
Es wäre doch gelacht,
wenn ich darüber nicht lachen könnte.
Es darf gelacht werden!
Wo eine erdrosselte Drossel
und ein erstarrter Star,
sind ein gefinkter Fink und
eine geamselte Amsel ganz nah.
Ich entspreche nicht
Eurem Bild.
Habt Ihr Euch je gefragt,
ob Euer Bild
mir entspricht?
Es ist so
LAUT
in mir.
Ich kann
mich
nicht hören.
Liebes Ich,
bring mich zur Ruhe,
damit es wieder
STILL
werde in mir
für Deinen Ruf.
Es ist so
DUNKEL
in mir.
Ich kann
mich
nicht sehen.
Liebes Ich,
leuchte mir den Weg,
damit es wieder
HELL
werde in mir
für Deinen Anblick.
Es ist so
VOLL
in mir.
Ich kann
mich
nicht fühlen.
Liebes Ich,
räum mit mir den Schutt beiseite
damit es wieder
LEER
werde in mir
für Deine Nähe.
Nur Mut!
Lass zurück die Schwermut!
Übe dich in Gleichmut und in Langmut,
aber mach auch deinem Unmut Luft!
Vergiss dabei niemals die Anmut!
Sei hochmütig, wenn man dich erniedrigt,
sei demütig, wenn man dich erhebt.
Sei übermütig, wenn es um das Leben geht.
Habe Mut,
dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Nur Wankelmut sei deine Sache nicht,
doch sei einmütig mit dir.
Nur Mut!
Mut ist zumutbar,
in fast jeder Form,
mutmaße ich.