I
Lieber
mit wenigen Worten
viel sagen,
als
mit vielen Worten
wenig sagen.
II
Lieber
ohne Worte
als
ein Wort zuviel,
ein falsches Wort,
ein richtiges Wort zur Unzeit.
III
Lieber
ein wortkarges
Wortspiel
als
wortmächtiger
Tatenernst.
Lieber
mit wenigen Worten
viel sagen,
als
mit vielen Worten
wenig sagen.
Lieber
ohne Worte
als
ein Wort zuviel,
ein falsches Wort,
ein richtiges Wort zur Unzeit.
Lieber
ein wortkarges
Wortspiel
als
wortmächtiger
Tatenernst.
Es sollte so einfach sein:
Einfach da sein.
Einfach so sein.
Einfach jetzt sein.
Einfach sein.
Warum ist das
so schwer?
Hat ein Gedicht
wirklich Gewicht
in unserer leichtfertigen Zeit?
Vielleicht nicht immer,
aber Gedichte
verschieben Gewichte,
was nicht jedem gefällt.
Hält ein Gedicht,
wirklich Gericht
über Recht und Unrecht in unserer Welt?
Vielleicht nicht immer,
aber Gedichte
servieren Gerichte,
die nicht jedem schmecken.
Gibt ein Gedicht
wirklich Gesicht
unseren Träumen und Wünschen?
Vielleicht nicht immer,
aber Gedichte
beschreiben Gesichte,
die nicht jeder sehen kann.
Gedichte
sind wichtig,
vielleicht nicht immer richtig,
manchmal auch kurz-
zuweilen doch hellsichtig,
nie nichtig.
viel vor
wenig drauf
lange dran
nichts dabei raus
viel vor
wenig drin
manchmal nah dran
meist drunter und drüber
immer hinterher
viel vor
wenig dahinter
voll daneben
sofort draußen
keiner dafür, alle dagegen
nie vorn dabei
nie richtig dazu
am liebsten auf und davon
Worte
sind Orte
zum Verstecken von Sinn und Unsinn.
Worte
sind Horte
voller Kraft und Energie.
Worte
sind Porte
der Zuflucht.
Worte
sind Borte
für Trauer- und Freudenfeiern.
Worte
sind Torte
für die Seele.
Worte
sind Pforte
zu einer eigenen Welt.
Er stellt Fallen,
stellt die fliehenden Wörter.
Er stellt die Sprache zur Rede,
stellt der Zeit einen Zeugen.
Er stellt Augen und Ohren,
stellt die Weichen für neue Wortzüge.
Er stellt sich seiner Sprache
und der Welt.
Er ist Schriftsteller,
er stellt Wort neben Wort,
Sinn neben Sinn in Schrift.