Genieße noch die
Totenstille
vor dem
Höllenlärm.
Nach der
himmlischen Ruhe
lauschst du in der
Tonspur deines Lebens
vergebens.
Genieße noch die
Totenstille
vor dem
Höllenlärm.
Nach der
himmlischen Ruhe
lauschst du in der
Tonspur deines Lebens
vergebens.
Die Ledermaus
geht gerne aus.
Der Raunbär
bittet sie zum Schwof,
der Warzbär
macht ihr schön den Hof.
Die Lindschleiche hat ein Aug auf sie,
der Lauwal zeigt Interesse nie.
Die Lange und die Liege
führen um sie Kriege.
Sogar der Neelöwe findet sie ganz nett
und hätte sie ganz gern bei sich im Bett.
Der Raureiher aber versucht sie einzulullen,
doch vergebens – sie steht nur auf Suchtbullen.
Und eine liebe Freundin von mir hat auch gleich weitergedichtet:
…doch kommt das Rokodil dazu,
ist’s mit der Liebe aus,
denn das nappt zu! :o)
morgens: tau
himmel: grau
wind: rau
wasser: lau
hotel: im bau
essen und trinken: mau
service: sau
nachts: radau
auf dem weg: stau
auf dem markt: hau und klau
stimmung: flau
schau: ein pfau
urlaub auf au: der super-gau
der wirt: schlau
der gast: blau
schuld: die frau
jau: genau!
au!
nicht ganz ernst gemeint!
hupft aus dem Topf
lupft den Pfropf
stupft auf den Knopf
schlupft unter den Tropf
schnupft in den Kropf
tupft sich an den Kopf
rupft sich den Schopf
zupft sich am Zopf
es klopft
ein Schlumpf auf den Stumpf
den Rumpf im Sumpf
einen Trumpf im Strumpf
stampft
dampft
mampft
den Karpfen im Napf
grmpf!
Wenn der Himbär
mit dem Brombär
den Johannisbär besucht
und der Heidel-
mit dem Stachel-
einen Flug zum Erdbär bucht,
dann, ihr Bärenfreunde, seid bereit:
Es ist Bärenlesezeit.
für Hermann K.
Ich dichte,
dachte ich.
Doch ich dichtete,
damit ich dachte.
Ich dichtete
mit Bedacht,
damit Gedachtes und Erdachtes
ein Dach bekäme,
ein dichtes Dach.
Dächte ich nach,
ich dichtete
dem Dich, dem Ich
zum Gedächtnis.
Ein Verdacht
verdichtet sich:
“Das ist doch kein Gedicht!”
Das Faultier liegt
in seinem Faulpelz
auf der faulen Haut
und sagt zum
Fleißmenschen:
“Du irrst,
wenn du Muße
für Faulheit hältst
und es beflissen zulässt,
dass das Muss
dein fleißiges Leben bestimmt,
so dass dir statt Genuss
nur Gemuss bleibt.
Lass es dir gesagt sein:
Es ist etwas faul
am Fleiß,
denn wer zu fleißig ist,
verfault.
Glaub mir:
Müßiggang ist aller Musen Anfang!
Denn die Musen übersehen
geflissentlich die Fleißigen
und küssen nur die Faulen.”
und lehren die häresie daß der purzelbaum
aus den purzelfrüchten
den purzelblättern
den purzelzweigen
den purzelästen
dem purzelstamm
und den purzelwurzeln bestehtaus: Hans Arp, Die gestiefelten Sterne
(Aus “10 Jaren Stijl” 1917/27; in: Hans Arp: Gesammelte Gedichte. Bd. 1: Gedichte 1903-1939. Zürich 1963, S. 158-160, hier S. 159)
Monsieur Arp, gestatten Sie mir eine Frage:
Sehen Sie denn den Purzelwald
vor lauter Purzelbäumen nicht mehr?
Wenn die Tage
nicht mehr jeden Monat
kommen, kommt frau
in die Wochen
oder in die Wechseljahre.
Mein Geist
geistert durch die Nacht
mit den Geistern
in geistigem Austausch.
Ein Einfall in der letzten Nacht, 0:00 Uhr
Das Ende des Weges ist
dort, wo du aufhörst
weiterzugehen.
(17 Silben, aber trotzdem kein Haiku)
haiku haiko hai
ki haike haika – haikau
haikeu haikai: hai