Begegnung am S-Bahnhof Adlershof
auf der Wartebank
bietet mir eine Frau neben sich einen Sitzplatz an
und empfiehlt mir den guten Kaffee vom Kiosk
(den sie eben bekommen hat, wie schon so oft),
und sie erzählt mir vom Leben in Adlershof,
in welchem Laden man noch Pizza bekommt für 4,50
(wo auch das kirgisisch-italienische Wirtspaar so nett ist)
und von ihrer kleinen Arbeit in einem Blumenladen,
und sie macht Werbung für das Kiez-Frühstück:
„Et jibt noch jute Menschen, globen Se det“, sagt sie
irgendwann zwischendrin
und ja, ich will es ihr gerne glauben – denn gerade
bin ich so einem guten Menschen begegnet
Eine sehr schöne, leise Alltagsbeobachtung – unaufgeregt, ehrlich und tief berührend.
Gruß
Petros
PS: „Et jibt noch jute Menschen…“
Ja, alltäglich und gleichzeitig auch über den Alltag hinaus weisend! Liebe Grüße!
…du hast natürlich recht, so eine Begegnung ist nicht alltäglich.
sehr gerne gelesen.
Liebe Grüße Wolfgang
Lieber Wolfgang, das freut mich sehr, Danke!
Solche Alltagsminiaturen, mit Dialekt gewürzt, mag ich. Du scheinst dich in Berlin ganz heimisch eingerichtet zu haben.
Nun, es gibt auch die andere Seite … oft ist es zu laut oder stinkt … und manchmal etwas zu viel Mensch (für den misanthropischen Lyrifanten). Heimisch gewiss noch nicht, aber ich kann jetzt öfter und auch länger hier sein. Und den Sommer hier genieße ich schon sehr!
Es schadet nicht sich bei Alltagsbegegnungen etwas zu unterhalten. Oft erfährt man interessantes, mindestens aber tut es beiden gut.
In der Tat! Und Danke für Deinen Besuch hier!