
insgeheim
wohnt jedem Wort
wohl ein, ja sein Geheimnis inne:
ins Geheime zieht es fort
heimlich heim
ins Offene
insgeheim
wohnt jedem Wort
wohl ein, ja sein Geheimnis inne:
ins Geheime zieht es fort
heimlich heim
ins Offene
zwischen Himmel und Erde –
ein himmelweiter Unterschied
zwischen Himmel und Hölle –
ein höllisch himmelweiter Unterschied
zwischen Himmel und Himmel –
nichts als himmelweit
wo Wörter verbunden
auf Gedeih und Verderb,
dort hab ich gefunden
ein Geweih und ein Pferd:
so schuf ich das Einhorn
zu Verleih und Erwerb –
verzeih mir, Adverb!
fündig wird, wer
findig ist
(so denkt sich der Nikolaus)
wird von ihm auch bedacht, wer
spitzfindig ist?
und noch eins für Conny
der erste Schnee
in diesem Jahr: ein Geschenk
aus Himmels Tiefen –
gerade heute! o, Danke!
bin ich etwa
abergläubisch?
ein ein und ein ander
lieben einander
erst nur umeinander, bald zueinander
dann beieinander, ja miteinander
ganz und gar füreinander
stets an- und ineinander
und auf- und übereinander
gern nur untereinander
nie ohneeinander
doch plötzlich: alles durcheinander
nur noch so nebeneinander und
schließlich aus- und voneinander
und wieder: ein ein
und ein ander
im Gedenken an Conny 💫 (und eine Reprise von „Stern, Du“)
ja, Dein Licht
leuchtet uns
noch immer
– Stern, Du –
und jetzt
nach einem Jahr
sogar viel heller noch als jemals zuvor
Ein kleines Gedicht zu Deinen 40 Jahren Exil in Deutschland (ganz ohne Bach und ohne Klavier)
Du kamst aus voller Wärme
in eisige Kälte: Ankunft in Berlin (West)
bei minus 20 Grad.
Inzwischen sind die Winter hier
(wie auch die Sommer)
deutlich wärmer geworden.
Doch wie viel Liebe ich auch versuche
Dir zu geben: Im Exil wird’s leider
nie so richtig warm.
dereinst, wenn
früher oder später
nicht mehr von Belang sind, weil
später und früher
letztlich eins
geworden
sein
werden
so genau
nehm ich es nicht:
im Zirkus der Pedanterien
lob ich mir das Ungefähre: circa
ist für vieles präzise genug –
vor allem aber ist es
rund
Für Dich, mein Liebster, in Liebe!
was sind schon 25 Jahre?
nun, immerhin: ein Vierteljahrhundert!
zwei Dutzend Jahre und eins!
fünf mal fünf, ein halbes 50!
drei mal drei plus vier mal vier
mit Quersumme sieben!
doch was zählt, sind nicht die Jahre:
was zählt, sind Du und ich und
und!
🥂 ❤️ 🍾
ab und an
erscheine ich euch
mit meiner Lust
am Undenkbaren
bar jeder Vernunft
doch ich weiß:
nur barer Unsinn
ist wahrer Unsinn