Was ist das für ein Land,
in dem man das Leben
– gegen Gebühr –
hält wie ein Tier?
Oder in dem
die Haltung gegenüber dem Leben
etwas kostet?
Was ist das für ein Land,
in dem man das Leben
– gegen Gebühr –
hält wie ein Tier?
Oder in dem
die Haltung gegenüber dem Leben
etwas kostet?
„Ich denke, also bin ich“,
sagt der Philosoph.
„Ich schreibe, also bin ich“,
sagt der Poet.
„Ich rechne also bin ich,“
sagt der Kaufmann.
„Ich sehe, also bin ich,“
sagt der Maler.
„Ich höre, also bin ich,“
sagt der Musiker.
„Ich rieche und schmecke, also bin ich,“
sagt der Koch.
„Ich belle, also bin ich,“
sagt der Hund.
„Ich fliege, also bin ich,“
sagt der Vogel.
„Ich wachse, also bin ich,“
sagt die Pflanze.
„Ich lebe, also bin ich,“
sagt der Lebenskünstler.
„Ich sterbe, also war ich,“
sagt der Totkranke.
„Ich atme, also bin ich,“
sagt der Genesene.
„Ich bin,“
sagt das Ich.
„Und weil ich bin,
atme, lebe und sterbe ich,
wachse, fliege und belle ich,
rieche, schmecke, höre und sehe ich,
rechne, schreibe und denke ich.“
Man sieht,
was man weiß,
heißt es.
Und
was man
mit eigenen Augen
gesehen hat,
glaubt man
zu wissen.
Ich weiß nicht nichts,
wenn auch nicht alles,
aber ich kann sehen.
Und
ich sehe,
was ich nicht wusste.
Doch nicht immer
traue ich
meinen Augen.