
was von einem Leben als akademische Rät(t)in bleibt: ein Haufen Heftklammmern
scheinbar unscheinbar
(mal unauffällig aluminiumgrau
mal bescheiden kupferrot)
nimmt sie in ihren Klammergriff
ein jedes lose Blatt und hindert es
am Fliegen.
sie tackert alles und hält es fest:
ob Dokument ob Geistesblitz
von Anmerkung bis Zeugnis
Ideen Träume Gedankensplitter –
jede noch so kreative Zettelwirtschaft
verwandelt sie in eine Akte fürs Archiv.
biegsam – und am Ende selbst verbogen –
schafft sie Ordnung, wenn nötig, mit Gewalt:
nichts entgeht, nichts entkommt
diesem scharfspitzen Dracula-Biss –
nur was abgeheftet (davon ist sie überzeugt)
hat Bestand.
ihr Credo: „Ordnung ist das halbe Leben“ –
und die andere Hälfte? frage ich
(und kenne schon die Antwort:
„die andere Hälfte ist das Chaos“) –
und – hurra! – diese Hälfte startet
jetzt!
Großartig, da kann ich mich anschließen !!!
😉 – und nicht zu verwechseln mit der viel flexibleren (und beim Entfernen weniger schmerzhaften) 📎!
Ja, so ist es mit dem einfachen, aber enorm praktischen Ding! 🙂
Manches Papier hält sie sehr lange fest und beginnt zu rosten, aber sie hält!
Da gratuliere ich und wünsche dir, dass du möglichst viel umsetzen kannst von dem was du aufgeschoben, aufgehoben hast für diese Zeit!
Praktisch – ja, so hatte ich auch immer gedacht, bis zu dem Zeitpunkt, als ich sie nun alle wieder entfernen musste (seufz!), wegen der Altpapierentsorgung … Aber Danke für die Gratulation und die guten Wünsche – I‘ll do my very best!
Ich hoffe, es ist etwas mehr, als die Heftklammern, was von deinem Berufsleben übrigbleibt – immerhin waren das ja Jahrzehnte deines Lebens… 😉
Ja, das waren es … und z. T. auch durchaus erfüllte – nur die letzten Jahre waren zermürbend, den sich zusehends verschlechternden Rahmenbedingungen geschuldet. Insofern: Es war eine gute Idee, dem so geliebten kreativen Chaos wieder mehr Raum in meinem Leben zu geben!
Liebe Chris, durch meine Neu-Installation von Jetpack habe ich mein Abo zu Deinem Blog verloren. Da er privat ist, finde ich ihn nicht mehr – aber ich würde Dir natürlich weiterhin gern folgen. Kannst Du mich hinzufügen? Oder mir nochmal die genaue Adresse geben? Danke und sorry für die Umstände (ich hoffe, Du bekommst diese Antwort hier), Sabine
Solch Hohe Lieder auf Alltagskleinigkeiten mag ich sehr – wohl geprägt von der “Kachel in meinem Ofen”, damals, als ich verblüfft feststellte, dass es Gedichte auch über sowas gab und nicht nur über blaue Frühlingsbänder und mit Näglein besteckte Bettdecken.
Wobei mich die „Näglein“ als Kind ganz schön umgetrieben haben: ein Fakirbett? 😱 nun, das konnte sich dann ja klären …